Prasadi wurde von mir Anfang Februar dieses Jahres auf dem Weg zum Kalagni Shamana Tempel nach den Besuchsmöglichkeiten von Angels während Shivaratri befragt, wohl annnehmend, dass der Ashram wie bisher keine Erlaubnis für ausl. Devotees geben wuerde. Er sollte dies vorsichtshalber nur noch mal bestätigen. Und Sri Swamiji, der gerade auf der anderen Seite von Prasadi lief, hatte wohl einige Worte von mir aufgefangen. Er drehte sich dann vor der Kalagni Shamana Datta-Murthy angekommen, abrupt um und sprach dann laut zu mir. Er sagte dann sinngemäß, dass die Infektionszahlen in Mysuru zugenommen hätten und nicht daran zu denken sei, den Ashram für an Shivaratri teilnehmenden Devotees geöffnet werden könnte. Es sollte noch ein paar Monate dauern, bis wieder weniger Coronainfektionen eintreten würden. Das könnte vermutlich zu Navaratri des Jahres sein…Er übersprang damit Seine Geburtstagsfeier, die ziemlich genau zwischen Shivaratri und Navaratri liegen würde, wo Er noch keine günstigeren Umstände erwartete. Und tatsächlich stiegen die Infektionszahlen in Indien und Mysuru bereits vor Shivaratri 2021 sehr langsam, zunächst unmerklich an. Und erst Ende März konnte man sehen, dass es zu einer 2. Welle in Indien kommen würde, die dann erst Anfang/Mitte Mai ihren Höhepunkt haben sollte.

Zu sehen war im Ashram, dass die Arbeiter an den Baustellen Anfang des Jahres keine Gesichsmasken mehr trugen und auch die Ashrambewohner Distanzen z.B. im Gespräch und beim Essen in der Dining Hall nicht mehr einhielten. Ich selbst war noch im Januar und Februar verwundert, dass die Zahlen der Neuinfektionen längere Zeit so niedrig blieben in Indien trotz der nicht eingehaltenen Distanzen und dem Nichttragen von Gesichtsmasken. Und dann im April ging die Coronawelle in Indien richtig hoch und überspülte bildlich gesehen den gesamten Subkontinent mit immer höheren Infektionszahlen, die schließlich 4 – 5 x höher lagen als die der ersten Welle im August/ September 2020. Und diese Trends waren denn auch an dem Ashram-Zugang der Devotees über die mehreren Monate zu sehen: Lud Sri Swamiji für Shivaratri noch alle indischen Devotees ein, an dem Fest im Ashram teilzunehmen – allerdings ohne Unterkunft im Ashram – und wurde doch einigen Devotees ein mehrtägiger Aufenthalt gewährt, sah dass dann ab April wieder ganz anders aus angesichts der ständig steigenden Coronafälle. Am 12. April war Sri Swamiji nach dem Abschluss Seiner Maha Bharata-Diskursreihe das erste Mal wieder nach 402 Tagen kontinuierlichem Aufenthalt im Ashram außerhalb unterwegs gewesen. Zunächst besuchte Er den Chamundi Tempel auf dem gleichnamigen Hügel direkt neben dem Ashram gelegen und war dann statt zum Ganges einfach nur zum heiligen Kaveri-Fluss gefahren, der ca. 18 km entfernt bei Srirangapathnam vorbeifließt. Dort nahm Er ganz allein ein Bad im Kaveri-Fluss, während Er und Sri Balaswami ein weisses Vastram mit den Namen von vielen Devotees darauf vor Sich auf den Wellen ausbreitete. Er las einige der Namen laut, während das Tuch vor Ihm erstaunlicherweise eine ganze Zeit lang fast ungeknittert auf dem fließenden Wasser schwamm. Devotees waren Tage vorher online aufgefordert worden, ihre Namen zu geben, dass diese auf das weisse Vastram geschrieben wurden. Wenige Tage zuvor hatte Sri Swamiji gar eine mehrtägige Tour nach Kulu Manali im Himalaya verkündet, wo Er verschiedene Rituale und Speisung von Sadhus vornehmen wollte. Und tatsächlich war Er dann am 30. April für 2 Tage mit lediglich sehr wenigen Helfern nach Haridwar gefahren, um dort in einem Seitenarm des Ganges am Ashram-Ghat ein Snanam (Ganzköperbad) zu nehmen und später den Sahasrara Lingam auf dem Ashramhof mit Abhishekam und Arati zu verehren. Weiterhin zelebrierte Er eine Puja im dortigen Ashram und Annadanam für eine ganze Reihe Sadhus. Diese Tour machte Er gerade noch rechtzeitig. Und die Fallzahlen in ganz Indien schossen gleich anschließend stark in die Höhe….

Bereits ab März stellte Sri Swamiji Seine gelegentlichen Darshans in der Prayer Hall völlig ein und zelebrierte auch keine Pujas mehr am Mula Virat Dattatreya-Idol in Seinem Pujaraum, die bis dahin tägl. stattfanden….Wir hier im Ashram konnten Sri Swamiji daher so gut wie nicht mehr zu Gesicht bekommen außer ganz kurz am Tag Seiner Rückkehr von Haridwar nach Mysuru. Dieses war allerdings nur ein Kurz-Darshan von wenigen Minuten.

Hinzukommend wurde Karnataka Anfang Mai der indische Bundesstaat mit den meisten Neuinfektionen, pro Tag mehrmals über 50 000. Und Bengaluru wurde die Corona-Hauptstadt Indiens mit bemitleidenswerten 25 000 Neuinfektionen täglich. Distrikt Mysuru, der Ende Januar bis Mitte Februar noch sehr wenige Neuinfektionen meldete und zwischenzeitlich sogar mehrmals nur 7 tägl. bei immerhin 3 Millionen Einwohnern, hatte Anfang Mai dann plötzlich erschreckende ca. 3 500 Neuinfektionen tägl. für mehrere Tage. Wollte die Regierung in Karnataka zunächst keinen Lockdown anordnen, blieb ihr dann aber ob der hohen Zahlen doch nicht viel anderes übrig. Ende April wurde ein zunächst weicherer 14 tägiger Lockdown angeordnet, wo noch relativ viele Ausnahmen in den Beschränkungen enthalten waren, der dann aber am 10. Mai für weitere insgesamt 4 Wochen mit sehr strengen Einschränkungen verlängert wurde. Viele der Tagelöhner und Unterbeschäftigten in Indien waren vorzeitig aus den Ballungsgebieten in ihre Dörfer zurückgekehrt, um einem Lockdown der Transportmittel zuvorzukommen. Viele Leute litten wiederum an finanz. Problemen. Sri Swamiji und der Ashram bemühten sich dann wie im Jahr zuvor damit, Annadanam für Notleidende und Leuten mit geringen finanziellen Mitteln durchzuführen und Personengruppen wie Polizeiangehörigen, die oft Ordner und Helfer auf den Strassen waren, mit besonderen Paketgaben zu versehen (Inhalt z.B. Masken, verschiedene Vitamindosen, Pulsoxiometer, Handdesinfektionsmittel). Auch wurden viele Tablets für möglichen Online-Unterricht von Schülern gesponsort und verschenkt.

Obwohl im Ashram bereits viele Bauprojekte getätigt bzw. angefangen wurden, kamen in den letzten Wochen vor Sri Swamijis Geburtstag noch eine Reihe weiterer hinzu. Die Kuhwiese neben der Veda Patha Shala (Ashram Veda Schule) wird derzeit neu angelegt mit einem speziell geformten Futterplatz aus Stein für die Kühe. Der Boden wurde weiter aufgeschüttet und mit der Ashram-Ringstraße auf eine Höhe gebracht und ein höherer, schönerer Zaun mit verzierten Eisenstäben hochgezogen. Geht man um die Veda Patha Shala und das DHS-Office herum die Ashramringstrasse entlang, kann man in einem Seitenweg den Eingang zu dem neu angelegten Kuhstallgelände finden, das mit sehr schönen Malereien auf der Eingangstafel fast zum Eintreten einlädt. Es ist damit ein neues zusammenhängendes Gelände für die Kühe entstanden, das sich sehen lassen kann und den Namen Surabhi Goshala trägt. Direkt neben dem Gelände wurde die alte Hütte des Ashram-Waschmannes abgerissen, die wohl bei den Bauarbeiten im Weg stand und absolut nicht mehr in diese Zeit und zu den anderen Ashrameinrichtungen passte. Sicherlich ist der Wäscher nicht unglücklich darüber, nicht mehr in der feuchten, engen und dunklen Hütte arbeiten zu müssen. Ihm wurde eine neue, viel größere und höhere Waschhütte hinter der Gautama Kuteera an dem allgemeinen Waschplatz gebaut.

Das untere Stockwerk der Mani Padma Kuteera wird gerade umgebaut. Sie diente vielen VVIPs als Quartier im Ashram, der Dalai Lama hatte 2005 dort für 3 Tage im Ashram gewohnt. Und viele andere Würdenträger hatten dort ihre Unterkunft.

Weiterhin werden noch letzte Arbeiten an dem Vorplatz des großen Karya Siddhi Hanumans durchgeführt, die u.a. eine größere Bühne und Auditorium bilden.

Fertiggestellt ist auch ein dekoratives kleines Mantapam im südostasiatischem Stil mit geschwungenen Giebelecken, das auf einer Platform zwischen Shuka Vana und Bonsai-Garten erbaut wurde. Daneben ist ebenfalls der Eingang zum Shuka Vana durch einen Umbau neu gestaltet worden.

Die Umbauarbeiten in Sri Swamijis Guru Nilayam sind beendet worden und Sri Swamiji ist wieder zurück in Seinem Quartier. Außen zum großen Eingang der Prayer Hall hin wird derzeit noch an einem Aufzug zu Sri Swamijis Guru Nilayam gebaut (So könnte Er dann von einer Tour kommend direkt von draußen vor der Prayer Hall zu Seinen Zimmern gelangen, ohne sich erst einmal durch die Menge der Devotees durchbewegen zu müssen. Da Er immer älter wird, benötigt Sein Körper mehr Ruhe, vor allem nach einer längeren, vielleicht anstrengenden Tour).

Neben dem Um-/Neubau der Nada Mantapam ist weiterhin geplant, dass der Sachchidanandeshvara Lingam ein Rudraksha-Mantapam erhalten soll – aber auch vielleicht damit zusammenhängend eine größere Halle um den Lingam herum (das hatte Sri Swamiji um die Shivaratri-Zeit herum in einer Rede angekündigt). Diese könnte dann eigentlich nur seitlich neben der Prayer Hall in Richtung Poundarika Ranga Sthala-Bühne entstehen. Ebenfalls geplant, aber vorerst nach hinten verschoben ist der Umbau der Bharadwaja Kuteera. Auch wie weitgehend dieser Umbau erfolgen soll, ist derzeit wohl noch nicht klar.

Ashrambesucher nach der langen Lockdown-Periode werden also viele Plätze im Ashram neu gestaltet sehen und dürften sich viel Zeit nehmen, um diese zu begutachten.

Es ist eine sehr seltsame, unwirkliche Zeit. Hier in einem Ashram zu sein, wo normalerweise hunderte Devotees täglich ein- und ausgehen, der immer so voll Leben erfüllt ist, wo viele Rituale in den vielen Tempeln oft zeitlich parallel zelebriert werden, wo Sri Swamiji bzw. Sri Balaswami täglich den vielen Devotees Darshans geben, ist es seit langem nun recht still und fast ereignislos (stimmt natütrlich nicht ganz, da immer wieder auch bei besonderen Anlässen Sri Swamiji zu sehen ist wie z.B. am 14. Mai nach dem Einpacken der Lebensmittelpakete in der Dining Hall , wo Er die freiwilligen Helfer segnete und die Lebensmittelpackungen an offizielle Stellen weitergab etc. etc) Aber wären Sri Swamiji und Sri Balaswami nicht hier im Ashram, würden sich die meisten Ashrambewohner vrmutlich sehr allein fühlen…. Allein schon die physische Präsenz von Sri Swamiji flöst den Ashrambewohnern Zuversicht und Gelassenheit ein. Zusammen mit Sri Swamiji ist selbst die lange Isolation einigermassen gut auszuhalten. Und dass Er täglich Seine Diskurse zum Mahabharata oder Bhagavata Bhaktula Kathalu etc. ist ein großer Trost und Unterstützung für uns Devotees hier im Ashram und auch in den vielen Ländern, die Sri Swamijis Diskurse empfangen können! Natürlich gibt es nagende Gefühle über die derzeitge Realität, alles wirkt ziemlich unwirklich. Und eigentlich könnte morgen doch schon der normale Ashram-Betrieb wieder loslegen. Aber wir haben nun die Erfahrung gemacht, dass die Pandemie doch nicht so einfach zu beenden ist und uns ggfs. noch einige Zeit begleiten wird…. Das ist für uns alle eine ziemlich frustierende Erfahrung! Hier sind auch einige Worte, die Sri Swamiji während einer der letzten Bhagavata Bhaktula Kathalu-Diskurse zur Corona-Situation sinngemäß gesagt hatte: Er betonte in Seiner Rede, dass viele Leute die Fake News auf Facebook z.B. glauben, dass die Impfung schaedlich sei und man sie nicht machen lassen sollte. Und diese Leute glauben der Regierung auch nicht und verbreiten die falschen Nachrichten, dass man sich vor der Impfung in acht nehmen sollte etc. Wir sollten solchen Leuten nicht glauben. Und wir sollten uns impfen lassen. Es gibt z.B. in den USA heutzutage sehr viel Impfstoff, aber die Leute weigerten sich diesen anzunehmen und gefaehrden damit sich und andere. Wir sollten uns so bald wie moeglich alle impfen lassen…

Dieses Jahr waren die Narasimha Jayanti-Feierlichkeiten erst sehr spät, vom 22. – 25. Mai. Am 1. Morgen vollführte Sri Balaswami früh gegen 7 Uhr das Narasimha Abhishekam, später auch die Homa und die abschließenden Rituale am Lakshmi Narasimha-Idol. Parallel an dem gleichen Morgen zelebrierte Sri Swamiji Seinerseits in Seinem Pujaraum ein Narasimha-Puja mit zugehörigem Abhishekam an einem besonderen Narasimha-Idol, das wie ein großer schwarzer Shaligrama(-Stein) aussah. Am gleichen Abend zelebrierte Sri Balaswami die Narasimha Puja. Zum Mangala Arati kam Sri Swamiji Selbst. Dieses war naturgemäß relativ kurz. Die letzten ca. 5 Jahre hatte Sri Swamiji regelmäßig abends eine spezielle und sehr eingängige Feuer-Puja im kleinen Lakshmi Narasimha-Tempel durchgeführt, während Er Selbst dabei lediglich reduzierte Kleidung trug und aussah wie ein Heiliger aus dem Himalaya. Nach dem Mangala Arati drehte Er Sich zu den wenigen teilnehmenden Devotees und der Videokamera hin und sprach einige Sätze in Telegu, deren sinngemäße Übersetzung online getätigt wurde. Es wurde deutlich, dass Sri Swamiji sehr übermüdet war und richtiggehend außer Atem sprach, obwohl Er Sich bei der Puja offensichtlich physisch nicht besonders angestrengt hatte. Und Er sagte Selbst, dass Er müde sei und Ruhe brauche. Wir sollten uns aber keine Sorgen (um Ihn) machen. Eigentlich gehe es Ihm gut, Er brauche nur etwas Ruhe…

Am nächsten Morgen und am gleichen Abend war Sri Swamiji weder am Lakshmi Narasimha Tempel zu sehen, noch online mit einem Diskurs oder ähnlichem. Prasadi filmte Ihn lediglich ganz kurz für einen kleinen Darshan für die Devotees und postete es auf Facebook, Dattapeetham page. Er wirkte dabei sichtlich müde und nicht sehr kraftvoll.

Am Morgen des 24. Mai zelebrierte Sri Balaswami alle Narasimha-Rituale. Sri Swamiji muß wohl auch parallel eine Narasimha Puja in Seinem Pujaraum zelebriert haben, von der Prasadi lediglich ein Foto auf Facebook postete.

Später am Morgen versammelten sich ca. 50 Priester und Priesterschüler im hinteren Teil der Prayer Hall um ein Foto von Sri Swamiji und chanteten Mrutyunjaya Mantren, während weitere 50 Priester und Priesterschüler draußen vor der Paundarika Ranga Sthala-Bühne in einer Abgrenzung 4 Mrutyunjaya und Shanti Homas zelebrierten. Die beiden Rituale wurden für Sri Swamijis Gesundheit und Wohlergehen getätigt, waren aber auch auf das Wohlergehen der gesamten Welt ausgerichtet. (Mrutyunjaya ist ein Name Shivas und bedeutet: Sieg über den Tod oder auch Sieger über den Tod…). Das erinnerte mich an die 2 Male in weiter zurückliegenden Jahren, als Sri Swamiji Sich extrem schwach etc. fühlte, und man Angst hatte, dass Er jeden Augenblick von uns gehen könnte. Damals hatten ebenfalls ca. 100 Priester, die alle um Ihn herum saßen, für Sein Wohlergehen in der Prayer Hall für ca. 3 Tage intensiv gechantet. Das wirkte damals recht dramatisch auf uns. Und Er war damals glücklicherweise nicht in Mahasamadhi gegangen….Dieses Mal fühlte es sich nicht ganz so ernsthaft an. Später sagte Sri Swamiji wiederum in einem von Prasadi geposteten Facebook-Video, dass Er an dem 3. Narasimha Jayanti-Tag habe etwas leiden müssen und dass es Ihm am Narasimha-Haupttag wieder einiges besser ging.

Am Haupttag des Narasimha-Festes, 25. Mai, zelebrierte Sri Balaswami wiederum das Narasimha Abhishekam und späer am Morgen die Puja und das Mangala Arati. Er hielt dann eine bemerkenswerte Rede, die von einer Ashram-Devotee in Englisch übersetzt und auch auf Facebook gepostet wurde. Darin schilderte er u.a. wie ein guter Devotee eine Coronainfektion bekommen hatte und es ihm immer schlechter ging. Er wurde dann auf die Intensivstation eines Krankenhauses verlegt, und es ging ihm so schlecht, dass er glaubte jederzeit sterben zu müssen. Er betete zu Sri Swamiji, und dieser erschien ihm dann plötzlich und versicherte Ihm, dass er weiterleben und noch viel Seva für Ihn tun würde. Sofort danach verspürte der Devotee große Verbesserungen in seinem Gesundheitszustand…. Am gleichen Abend wurde Sri Swamijis Narasimha Puja und Mangala Arati live online übertragen. Dabei wirkte Er durch Seine reduzierte Kleidung (auf mich) wiederum wie ein Heiliger aus dem Himalaya Gebierge. Zentral war neben dem schwarzen Narasimha Shaligrama auch das Svarna Narasimha-Idol (goldener Narasimha).

Am 26. Mai war Sri Swamijis 79. Geburtstag nach dem gregorianischen Kalender (English Birthdate), gleichzeitig war an dem Tag ebenfalls Buddha Purnima (Vollmond dem 8. Vishnu-Avatara gewidmet). Es war an dem Morgen eine Pada Puja in der Prayer Hall angekündigt worden. Glücklicherweise war es für die Ashramleute und wenige VIPs erlaubt, in der Prayer Hall in weiter entferntem Abstand zuzuschauen. Normalerweise finden die Pada Pujas an Sri Swamijis Geburtstag relativ früh gegen spätestens 9 Uhr statt. Dieses Mal war das jedoch sehr anders. Erst einmal wurde die Prayer Hall ausgiebig desinfiziert. Langsam kamen nach und nach die Devotees in die Halle. Sri Swamiji wollte vermutlich noch einen hohen Polizeiinspektor mit seiner Begleitgruppe abwarten, der erst gegen 10.30 Uhr angekommen und gleich zu Sri Swamijis Guru Nilayam emporstieg. Sri Swamiji erschien dann schließlich recht dramatisch auf seinem kleinen Elektromobil sitzend an der Seite der Prayer Hall. Er wartete kurz am Prayer Hall-Eingang und musterte intensiv die versammelten Devotees, was der Szene noch mehr Dramatik verlieh. Dann erst verließ Er das Elektromobil, um zu dem großen silbernen Thron zu schreiten, der da vor dem Kalagni Shamana Datta-Tempel aufgestellt war. Sri Swamiji kam mit gleich 2 Masken, die recht weit nach oben hin sein Gesicht verdeckten, sodass die Augen nur als kleine Schlitze zu sehen waren. Er wirkte anfangs noch etwas schwach, begann aber gleich, einige Sanskritverse zu chanten und forderte die umgebenden Devotees und Priester auf, die Verse zu Ende zu chanten. Dann kam Sri Balaswami zu Seinen Füßen, um die verheißungsvollen Rituale auszuführen. Sri Swamiji blinzelte derweil über Seine Masken hinweg zu uns Devotees und schaute manchmal längere Zeit auf einige von uns. Bei dem Überreichen einer Krone wurde Ihm eine sehr hoch konstruierte von Sri Balaswami gereicht, die aus 2 verschiedenen in Reihen angeordneten Gewürzsamen zu bestehen schien. Darüber war noch ein seltsam weiß gefärbter Oberteil. Sri Swamiji setzte Sich diese Krone auf und gleichzeitig beide Gesichtsmasken ab und gab so mit Abhaya Mudra Darshan für uns. Auch hier wirkte Er noch einiges geschwächt. Zum Schluss wurde ihm ein kleiner Kuchen auf einem Teller mit Messer gereicht, den Er auch gleich anschnitt und von 2 Stücken Selbst probierte. Diese beiden Stücke gab Er dann an Sri Balaswami und Prasadi. Und schon hatten sich links und rechts von Ihm Gruppen formiert, die sich trotz des vorher verkündeten Darshan-Verbots für Devotees aufgeregt mit ihren Präsenten anstellten. Und tatsächlich konnten verschiedene kleinere Gruppen und Einzelpersonen relativ dicht zu Ihm treten und Ihre Geschenke überreichen. Nach einigen dieser Überreichungen, beendete Sri Swamiji schließlich Seinen Darshan und ging zurück in Sein Guru Nilayam.

Am gleichen Abend rief Sri Swamiji die Devotees auf, an den Bhajans zum Geburtstag in der Prayer Hall teilzunehmen (allerdings ohne Seine Präsenz).

Am nächsten Tag fanden weiterhin die Homa- und Chanting-Veranstaltung für Seine Gesundheit und dem Wohl der Welt vor der Paundarika Ranga Sthala statt. Für den gleichen Abend hatte Sri Swamiji für ein 5 tägiges Sundara Kanda Parayana aufgerufen. Dies ist ein wichtigste Teil im Ramayana und ehrt vor allem Sri Hanuman.

Damit endete das diesjährige Geburtstagsfest, dieses Mal auch mit nur sehr wenigen Devotees.

Wichtig noch zu erwähnen ist, dass mit dem 79. Geburtstag Sri Swamijis 80. Lebensjahr begonnen hat. Und die Vorbereitungen für dieses Fest (das alle bisherigen Feste in den Schatten stellen soll laut Äußerungen der Ashramführung und Pressemitteilungen) laufen nun an. Interessant auch dass eine neue Bezeichnung von Sri Swamijis 80. Geburtstag auftaucht, die den 80. Geburtstag in einem anderen Licht erscheinen lassen: Sahasrara Chandra Darshanam. Damit sind die 1000 Monddurchläufe gemeint, man könnte auch sagen: 1000 Vollmonde beinhalten dann Seine 80 Lebensjahre [80 (Jahre) x 12,5 (Mondmonate in einem Jahr) = 1000 Mondmonate]. Sri Balaswami sagte bereits die Renovierung der Nada Mantapam an für dieses Großereignis. Und man kann davon ausgehen, dass eine Vielzahl von Ereignissen in den nächsten Monaten den verheißungsvollen 80. Geburtstag einläuten werden. Es wird vielleicht auch einen maßgeblichen Musikbeitrag von Angels zu dem Ereignis geben, der in Bearbetung ist, über den aber an dieser Stelle noch nicht verraten werden soll (Hier noch der Hinweis, dass wie zum 75. Geburtstag lediglich professionelle Musikbeiträge dem Ashram Management angetragen werden sollten.). Es bleibt natürlich zu hoffen, dass das Großereignis nicht von einer Corona-Welle überschattet wird…

Wünsche allen Datta-Devotees Gesundheit und Wohlergehen in dieser schwierigen Zeit!

Sri Guru Datta – Pingala