Aus der Bhakti Mala vom Mai 2008
Srilakshmi Prasaad IPS
        
„Ich bin wie ein Ozean … Ich habe genug für Jedermann … aber ihr könnt von mir nur soviel Wasser mitnehmen, wie der Behälter fasst, den ihr mitbringt. Wenn ihr einen kleinen Becher oder eine winzige Tasse mitbringt, werdet ihr nur wenig Wasser mitnehmen können, wenn ihr einen grossen Topf oder ein grosses Gefäss mitbringt, könnt ihr eine grosse Menge Wasser mitnehmen“ sagt Sri Swamiji.
„Wenn euer Gefäss (Hingabe und Glaube) ein kleiner Becher ist, werdet ihr die Menge von Guru’s Gnade (Wasser) beschränken, welche ihr ernten und geniessen könnt. Aber wenn euer Gefäss (Hingabe und Glaube) ein grosser Topf ist, könntet ihr entsprechend mehr der gleichen Gnade (Wasser) ernten, erkennen und geniessen. So wie jemand nicht einen kleinen Becher mitbringen und erwarten kann, eine grosse Menge Wasser mitzunehmen, so sollte er nicht Segnungen im Missverhältnis zu seiner Hingabe und Zuneigung, seinem Glauben und Vertrauen erwarten“…fährt unser geliebter Sadguru fort.
Kürzlich erzählte ein älterer Herr aus Chennai allen Devotees eine interessante Erfahrung.
Dieser alte Bürger, der mehr als 80 Jahre alt ist, lebt in der Nähe von Sri Swamiji’s Ashram in Chennai. Doch er übte wegen seines hohen Alters keinerlei aktiven Dienst aus. Er besuchte von Zeit zu Zeit den Ashram und nahm an den Programmen teil. Er erhielt Sri Swamiji’s Darshan, wenn Sri Swamiji den Ashram besuchte.
Vor einigen Monaten war er an chikungunia erkrankt– diesem speziellen Fieber, das während dieser Zeit viele Menschen befiel und viel Leiden verursachte, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen. Charakterisiert durch hohes Fieber, starke Schmerzen am ganzen Körper und quälenden Knieschmerzen machte es die Leute während Monaten zu Krüppeln.
Unfähig, die Schmerzen im Körper und die unerträglichen Schmerzen am Knie zu ertragen, erlebte dieser ältere Bürger eine unbeschreibliche Pein. Mit Tränen in den Augen schleppte er sich eines Tages zum Ashram und stand vor Sri Swamiji’s grossem lebensgrossem Portrait und sagte:“ O! Guru Datta! Sie sagen, die wirkst so viele Wunder und rettest deine Devotees…Sie sagen, du nimmst all jenen, welche ehrlich und voll Glauben zu dir beten, Pein weg… Sie sagen, du bist voll Mitleid und gütig… Bitte nimm mich von dieser Welt… meine körperliche Situation ist sehr schlecht… Alter verbunden mit den Nachwirkungen von chikungunia haben mich völlig verkrüppelt zurückgelassen. Ich wurde von meinen Familienangehörigen abhängig. Ich bin unfähig, selbst ein paar Schritte alleine zu machen… ich lebe voll Schmerzen die ganze Zeit … ich bin in diesem Zustand weder für mich selbst noch für andere brauchbar. Ich kann dieses Leiden nicht mehr länger ertragen. Bitte befreie mich von diesem Körper… bitte nimm mich weg … bitte erfülle mein Gebet…“
So stand er flehend und betend mit Tränen, welche seine Augen verdunkelten und seine Wangen hinunter rannen. Plötzlich spürte er, wie wenn ein elektrischer Strom durch seine Beine floss, als er weinend dastand. Das dauerte ein paar Sekunden und unmittelbar kehrte Kraft in seine Beine zurück, und innerhalb der nächsten 2-3 Tage war sein Schmerz verschwunden, und er konnte normal gehen! Ein Wunder war tatsächlich geschehen!
Liebe Devotees, dieser ältere Bürger erzählte diese Erfahrung im Ashram am 13. April 2008 in der göttlichen Gegenwart von Sri Bala Swamiji sehr zur Freude aller Devotees,  und er sagte:“ vor einigen Monaten konnte ich nicht einmal mehr drei Schritte gehen, ich brauchte auch einen Stock… Seht jetzt, ich bin vollständig geheilt, ich kann flink laufen wie ein Soldat, ich brauche keinen Stock (während dieser Worte warf er den Stock weg und lief flink), ich kann sogar tanzen, …und er tanzte. Er sagte“ dies ist alles dank der Gnade von Guru Datta (er bezog sich auf Swamiji als Guru Datta“).
Jedermann in der Menge war erstaunt, weil dieser ältere Bürger nicht behauptete, dass er seit Jahrzehnten ein Devotee gewesen sei noch dass er dem Ashram irgendeinen grossen Dienst erwiesen habe… er sagte nur, dass er gebetet habe im festen Glauben, dass Sri Swamiji, der bekannt ist zu heilen und so vielen Menschen auf dem Erdenrund Frieden gibt, mit ihm Mitleid haben werde und ihn von seiner Pein erlösen werde. Sein Glaube basierte auf der Information, die er von anderen Devotees über Sri Swamiji erhalten hatte. Sein Gebet war so ehrlich und sein Glaube so fest, dass Sri Swamiji ihn augenblicklich von all seinen Schmerzen und seinem Leiden befreite. Jetzt ist er ein lebender Zeuge eines Wunders unseres Sadguru geworden..!
Sri Swamiji sagt „wenn du dich hinlegst und betest, sitze ich auf und höre. Wenn du sitzest und betest, stehe ich und höre. Ich bin immer sehr wachsam und aufmerksam, wenn ich euern Gebeten zuhöre. Ich bin euer eigenes Bild im Spiegel. Wenn ihr euch zum Spiegel hinbewegt, bewegt sich das Bild auf euch zu, wenn ihr euch vom Spiegel wegbewegt, bewegt sich das Bild von euch weg. Aber der Unterschied ist der, dass wenn ihr einen Schritt auf mich zu macht, gehe ich zehn Schritte auf euch zu, aber wenn ihr einen Schritt von mir weg geht, gehe ich hundert Schritte von euch weg… Yadbhaavam.. TadBhavathi… wie ihr fühlt, so erscheine ich. Wie ihr glaubt, so bin ich… wie ihr denkt, so werde ich und wenn ihr zweifelt, verschwinde ich. „
Es ist nicht wichtig, ob euch Sri Swamiji während vieler Jahre bekannt ist oder nicht. Die Menge der Zeit, die ihr im Ashram verbracht habt, ist unwichtig. Wichtig und bedeutend sind die Qualität des Glaubens, die Intensität der Hingabe und die Reinheit des Geistes.
Es ist meine Erfahrung, dass wer immer mit Ehrlichkeit in welcher Form auch immer und wo auch immer auf dieser Welt zum Allmächtigen betet…wer in einem Geist des Opfers und Dienstes arbeitet… wer nach Perfektion strebt und daran arbeitet, hervorragend zu sein in dem was er/sie tut… wer seine/ihre Arbeit dem Allmächtigen widmet und wer für den Weltfrieden arbeitet und wer danach dürstet, die Macht des Allmächtigen zu erfahren und Seinen Anblick zu haben, wird irgendwie die Chance bekommen, den Darshan unseres geliebten Sadguru zu haben.
Wenn einmal ein solches Treffen zwischen einem wahren Sucher und dem Sadguru zustande kommt, entsteht eine göttliche Bindung. Weder kann der Sadguru den Sucher verlassen, noch kann sich der Sucher vom Sadguru weg halten!
Sri Swamiji sagt:“ Genau so wie ein Devotee einen Sadguru sucht, genau so sucht ein Sadguru gute Devotees. Ein Sadguru wird ein bereitwilliger Diener eines echten Devotees, da die Liebe und der Glaube des Devotees Ihn bindet.“
Sri Swamiji lässt Seine Devotees nie im Stich. Er ist immer bereit, die Not der Devotees zu übernehmen und Er segnet sie mit Frieden. Der, welcher Zuflucht und Schutz bei Ihm sucht, ist immer geschützt vom Bösen.
Wenn ein Vater einem Kind sagt, es solle auf einer sehr hohen Mauer sitzen, fühlt es sich unsicher, aber wenn er in einem Abstand steht und ihm sagt, es solle in seine Hände springen, springt das Kind voll Freude. Wir beobachten dies in unserem täglichen Leben. Das Kind fragt sich keinen Moment, ob der Vater es sicher halten werde.. noch wird es an der Fähigkeit des Vaters zweifeln. Es fürchtet nie, es könnte fallen oder dass der Vater es nicht halten könne. In dem Moment, wo der Vater sagt: spring! springt das Kind.
So sollte unser Glaube in den Sadguru sein… ein kindlicher Glaube. Und wir werden immer in Seinen mächtigen sorgenden Händen sicher sein.
Ich weiss persönlich von einer ausserordentlich hingebungsvollen Familie. Sie waren Devotees während vier Jahrzehnten. Vor einigen Jahren wurde die einzige Tochter der Familie mit der Genehmigung von Sri Swamiji mit einem Jungen verheiratet. Nun geschah es, dass der Junge sich als ein Mann mit schlechten Gewohnheiten erwies, dass er das unschuldige Mädchen quälte und sie schrecklich schlecht behandelte.
Es war überhaupt keine Ehe. Das Mädchen litt eine Weile still und später trennte sie sich mit Sri Swamiji’s Genehmigung von ihm. Obwohl sie die schlechteste Erfahrung hatten, wurde ihr Glaube an Sri Swamiji nicht im Geringsten erschüttert. Sie fühlten keinen Moment, dass ihnen Ungerechtigkeit widerfahren sei. Sie beschuldigten niemanden und akzeptierten, was immer ihnen widerfuhr. Sie reagierten nie auf die verschiedenen Fragen anderer Devotees, welche versuchten, ihren Frieden zu stören und ihren Glauben zu erschüttern. Das Mädchen nahm eine Arbeit an und führte ein ruhiges und würdiges Leben im Haus ihrer Eltern. Sie verhielt sich ruhig und freudig. Sie widmete ihr Leben ihrem Beruf, ihren Eltern und Sri Swamiji’s Dienst und erlaubte ihrem Geist oder ihren Emotionen nie, ausser Kontrolle zu geraten und herumzuwandern. Weder die Eltern noch das Mädchen stellten Sri Swamiji Fragen über die Zukunft. Ihr Glaube liess sie glauben, dass Sri Swamiji für die Zukunft in einer angemessenen Weise sorgen werde.
14 lange Jahre gingen vorüber!
Eines schönen Tages rief Sri Swamiji sie und sagte dem Mädchen, dass Er wünsche, dass sie eine bestimmte Person heirate, die in einer ähnlichen Situation war. Der Junge war ebenfalls von einer sehr guten Familie und war finanziell gut gestellt. Sri Swamiji sagte, dass, weil die erste Heirat, welche Er persönlich eingefädelt hatte, so traurig misslungen war, Er nun die Pflicht auf sich nahm, ihr Leben in einer angemessenen Art zu regeln. So bald Sri Swamiji dies vorschlug, waren beide Parteien glücklich einverstanden mit Rücksicht auf Seine Wünsche. Obwohl sich beide Familien nicht im Geringsten kannten, war es für sie mehr als genug, dass Sri Swamiji sie alle kannte und dass Sri Swamiji Selbst für den Charakter und das Verhalten beider, des Mädchens und des Jungen, garantierte!
Die alten Eltern auf beiden Seiten waren überglücklich, dass ihre Kinder schlussendlich gute Menschen als Lebenspartner gefunden hatten. Nie konnten sie sich eine solche Wendung der Dinge vorstellen!
Das Durchhalten und die Geduld, welche sie besassen, der Glaube und das Vertrauen in Sri Swamiji zahlten so reiche Dividenden. Hätten sie Swamiji in Abneigung und Enttäuschung früher verlassen, eine solche dramatische Änderung ihres Lebens ohne irgendein Zutun ihrerseits wäre nicht nur unmöglich gewesen, sondern absolut unvorstellbar. Obwohl beide Familien
den schlimmen Zustand ihrer Kinder als ein grausames Spiel des Schicksals annahmen und sich darin geschickt hatten, akzeptierte der mitfühlende Sadguru ihren bitteren Zustand nicht und brachte wieder Freude in ihr sonst verfahrenes Leben.
Diese Heirat wurde von Sri Swamiji Selbst geleitet und Er war am Tag der Hochzeit sehr glücklich, da sie beiden Familien Erleichterung brachte. Er war glücklicher für das Mädchen und den Jungen als selbst ihre Eltern. Beide Familien vereinigten sich in Kürze zu einer grossen glücklichen Familie.
Später sagte Sri Swamiji dem Vater des Mädchens, dass Er während der ersten Ehe nicht intervenieren konnte, weil das schlechte Karma des Mädchens überwältigend war. Das Mädchen war dazu bestimmt, durch diese schlechte Erfahrung hindurchzugehen. Aber die Hingabe, der Glaube, das Vertrauen und Zutrauen, das die Familie in Sri Swamiji setzte, selbst nach dem Ereignis, veranlasste Ihn, sich ihrer anzunehmen. Der Glaube, der keine Fragen stellte und die unermessliche Liebe, welche die Familie für Sri Swamiji hatte, banden Ihn.
Das ist Sri Swamiji. So ist die bedingungslose Liebe und Sorge von Sri Swamiji. Er verrät seine Devotees nie. Er ist ein Vater für alle Kinder und ein Kind für alle Eltern. Seine Gegenwart in einer Familie allein macht eine Familie zu einer vollständigen Einheit.
Wenn wir zu Sri Swamiji beten, sollten wir wissen, dass es angemessen beantwortet werden wird. Sri Swamiji sagt:“ Wenn Zweifel in euerm Geist ist, ob euer Gebet beantwortet werden wird oder nicht, ihr könnt sicher sein, es wird NICHT beantwortet werden. Wenn ihr mit vollständigem Glauben, Zutrauen und Vertrauen betet, WIRD es ziemlich sicher beantwortet werden. Auf diese Art seid ihr selbst verantwortlich für die Art der Antwort, die ihr von euerm Sadguru erhaltet. So wie ihr euch an mich wendet, so werde Ich antworten.