Sri Swamiji kam gegen späten Mittag am14.Februar nach einer langen, mehr als 1 ½ monatlichen Tour in Andrah Pradesh, Telangana, Chennai, Neu Seeland und Australien wieder zurück in den Mysuru Aschram. Obwohl Er aus Australien (über Bengaluru) angereist war, erschien Er nicht allzu müde und gab sogar längeren Darshan vor dem Dattatreya Tempel. Sri Balaswami hielt währenddessen eine Rede, in der Er u.a. die Tour von Sri Swamiji beschrieb und preiste. Die versammelten Devotees konnten dann zu einer Schlange formierend einen persönlichen „Coin garland“-Darshan erhalten. Erst dann gönnte Sri Swamiji Sich Seine vielverdiente Ruhe in Seinem Guru Nilayam. Aber anstatt sich etwas länger auszuruhen, kam Er bereits gegen 19.30 Uhr wieder zu der abendlichen Bhajanveranstaltung. Er saß dort auf einem besonderen Stuhl vor Instrumente spielenden und singenden Devotees und hörte schweigend den sehr kraftvoll und ausdrucksvoll gesungenen Bhajans zu. Er schien erfreut über die Bhajan-Darbietung zu sein und offerierte uns anwesenden Devotees anschließend frische, wohlschmeckende Erdbeeren, die sich ein jeder selbst von einer Schale nehmen konnte, die vor Ihm aufgestellt war. Dabei erhielten viele der weiblichen Devotees ein anderes Prasadam, das auf einer Schale neben der der Erdbeeren lag. Man musste bei dem Wegnehmen des Prasadams relativ nahe zu Sri Swamiji herangehen. Er unterhielt sich derweil mit einigen Devotees auf Seiner anderen Seite und schaute nur manchmal zu den herankommenden Devotees. Alle Devotees waren natürlich sehr gerührt, dass Sri Swamiji ein zweites Mal am gleichen Nachmittag und Abend zu uns Devotees kam und Sich viel Zeit mit uns nahm.
Am nächsten Morgen kam Er nach der Sri Chakra Puja nicht zum Darshan aus Seinem Guru Nilayam und auch nicht auf den Vishnu Darshan Balkon in der Prayer Hall. Jedoch kam Er am gleichen Abend wiederum zu einem längeren Darshan in die Prayer Hall und lauschte lediglich dem Bhajangesang. Dieses Mal gab es kein besonderes Prasadam, was auch nicht so wichtig war, da Seine Präsenz allein schon ein gesegnetes Prasadam ist. Und allein schon das Anschauen Seiner schweigenden Präsenz ist höchstes Glück und Freude! Da Sri Swamiji ja alle Gedankenregungen in Seiner Umgebung gut wahrnimmt, ist es wie ein direkter Dialog sich nur und ausschließlich auf Ihn zu konzentrieren. Jedes Abschweifen von der Konzentration kann u.U. von Ihm mit einer körperlichen Regung/Reaktion beantwortet werden sowie auch jeglicher Gedanke voller Hingabe und Liebe! Deshalb ist die schweigende Konzentration auf Ihn auch eine herausragende Konzentrationsübung für einen selbst. Am Ende des Bhajansingens zog Er Sich dann wieder langsam in Sein Guru Nilayam zurück.
Während der nächsten Tage war Sri Swamiji dann nicht mehr viel von uns Devotees zu sehen gewesen. Vermutlich hatte Er Sich da intensiver auf das kommende Hanuman Chalisa Prayana vorbereitet. Er reiste dazu am 18. Febr. gegen Mittag nach Bengaluru. Viele Devotees einschließlich der meisten Angels fuhren mit einem extra vom Ashram bereit gestellten Bus morgens um ca. 5 Uhr vom Mysuru Aschram nach Bengaluru zum Hanuman Chalisa-Veranstaltungsort. Dort waren über 10 000 Teilnehmer erschienen, um gemeinsam mit Sri Swamiji das Hanuman Chalisa zu singen/chanten. Sri Swamiji zeigte Sich äußerst energisch und anziehend während der gesamten dreistündigen Veranstaltung und feuerte mit Seinen Unterweisungen zwischen den Chants die Devotees zum weiteren Singen etc. an. Bereits am Nachmittag waren die Devotees/Angels wieder mit dem Bus zurück im Mysuru Aschram. Sri Swamiji kam erst am nächsten Tag aus Bengaluru zurück.
Am nächsten Morgen, 21. Febr., gab Er nach der Sri Chakra Puja Darshan am Darshan-Fenster in der Prayer Hall. Alle Devotees erhielten von Ihm ein Raksha-Bändchen (orangefarbenes Baumwollband für das Handgelenk). Am Abend kam Sri Swamiji zu den Bhajans für ein paar Minuten zu einem schweigenden Darshan auf den Vishnu-Darshan Balkon in der Prayer Hall.
Am 22. Febr. zelebrierte Sri Balaswami zunächst die Sri Chakra Puja. Anschließend wurden die Devotees zu Sri Swamijis Darshan in den Shuka Vana gerufen, und man konnte wieder einzeln an Ihm vorbeigehen. Einige Angels sprachen auch kurz mit Ihm während dieser Gelegenheit. Das war auch schon der 2. Darshan, den Sri Swamiji an diesem Morgen den Devotees im Shuka Vana gab. Bereits um kurz nach 7 Uhr waren die in der Prayer Hall zufällig anwesenden Devotees dorthin eingeladen worden, um einen Darshan mit Sri Swamiji zu haben und gleichzeitig auch Papageien füttern zu können. Einige Angels waren dort auch zugegen gewesen.
Am Abend wurde eine Publikation über die Bhagavad Gita einer Vereinigung aus Mysore veröffentlicht in der Präsenz von Sri Swamiji und Sri Balaswami in der Nada Mantapam. In diesem Zusammenhang gab es dort noch ein Tanzprogramm von einer Tanzgruppe aus Mysuru in der Präsenz von Sri Balaswami.
Am Morgen des 23. Febr. startete die Sri Chakra Puja relativ spät gegen 10 Uhr. Zu unserer freudigen Überraschung führte diese Sri Swamiji Selbst in Seiner sehr konzentrierten und gleichzeitig spielerischen Art aus. Parallel wurde die Girija Kalyanam Puja auf der anderen Kopfseite der Prayer Hall von Ashrampriestern zelebriert. Es ist die rituelle Hochzeit von Shiva und Parvati (oder Girija – eine Ausprägung von Parvati – wie Prasadi später ansagte), die Vereinigung des männlichen und weiblichen Prinzips, das sich in der gesamten Schöpfung ausdrückt. So ließ Sich Sri Swamiji bei Seiner eigenen Puja recht viel Zeit und konzentrierte Sich vermutlich zwischendurch immer wieder längere Phasen auf die laut gechanteten Mantren der Kalyanam Puja. Nachdem Sri Swamiji die Sri Chakra Puja ausgeführt hatte und der Vorhang vor Ihm zugezogen worden war, kam Er erst einmal nicht wieder zum Vorschein. Und die Devotees konzentrierten sich dann voll auf die Kalyanam Puja. Erst nach dem Managala Arati der Puja kam Sri Swamiji wieder zurück, setzte Sich auf einen Stuhl beim Dattatreya Tempel und hielt eine sehr interessante Rede, deren Essenzen auch auf www.dattavani.org nachgelesen werden können. Darin sagte Er u.a., dass welche Handlungen man immer auch ausführe, wäre „Ich“ es, der dies beauftrage. Dieses „Ich“ sei Parabrahma, wie auch das Srimad Bhagavatam ausführe. Schöpfergott Brahma kreierte zuerst Avidya (Unwissenheit). Hätte er zunächst Jnana (Wissen) erschaffen, würde es keine Schöpfung geben. Zur Erläuterung sagte Er u.a.: Nur zerknitterte Kleidung werde gebügelt… Alle Bewohner des Ashrams handelten lediglich nach Swamijis Willen. Wenn sie dieses nicht tun, werden sie entweder zur Rechenschaft gezogen oder aus dem Ashram entlassen. Alle Leute, die im Aschram um Sri Swamiji herum arbeiteten, seien wie Seine eigenen Köperteile. Wenn sie einmal bei Sri Swamiji als Guru Zuflucht gesucht/gefunden haben, müssen sie Seine Order ausführen… Später sagte Er noch sinngemäß, dass Schöpfergott Brahma zuerst die Heiligen Sanaka und Sananda erschaffen hätte, die sich aber nicht auf die Fortpflanzung von Menschen einlassen wollten und Sannayas nahmen. Wütend habe Brahma daraufhin die 7 Saptarishis erschaffen und sie mit etwas Avidya versehen, sodass diese sich der Fortplanzung widmeten. Wir alle stammen von einem dieser Saptarishis ab. Brahma fragte zu dieser Zeit Rudra, ob Er die menschliche Gattung vor den Bhuta Ganas (elementare Geister) beschützen könne. Und dann fing die lange Geschichte mit Göttin Sati/Girija an und der Girija Kalyanam… Nach Seiner Rede empfing Sri Swamiji die Devotees für einen Darshan, die ein Seva gebucht hatten, um Prasadam an sie zu überreichen.
Am gleichen Abend fand das große alljährliche Musikereignis, das „Tyagaraja und Venkatamakhi Aradhana“ (Todesgedenkfeier) in der Nada Mantapam statt, wo ca. 100 Musiker 5 bekannte Kompositionen der indischen Komponisten Tyagaraja und Vekatamakhi spielten. Sri Venkatamakhi war ein Musiker und Komponist der karnatischen klassischen Musik, der angeblich verwandtschaftliche Beziehungen zu Sri Swamijis Familie hatte. Mehr als 100 Musiker und SängerInnen waren auf der Bühne vor Sri Swamiji sitzend versammelt, um alle unisono die Kompositionen der Meister Ihm darzubringen. Ebenfalls unter den Musikern waren u.a. der bekannte Violinist und Sri Swamiji Devotee, Mysore Nagaraj. Sri Swamiji lauschte unterdessen sehr konzentriert und auch freudig der Aufführung.
Zum diesjährigen Shivaratri-Fest waren relativ viele ausländische Devotees gekommen, insgesamt 100. Die hohe Zahl war vor allem zustande gekommen durch eine große Gruppe russischer Devotees und einigen russischen Einzelpersonen, insgesamt 31. Daneben waren 8 japanische und 3 taiwanesische Devotees erschienen. Aus Deutschland kamen 13, aus der Schweiz 14 Devotees, aus UK 7, aus Malaysia 9 und aus Kanada 5 Devotees. Von den indischstämmigen NRI waren nur etwas über 30 zugegen. Das ergab eine Gesamtzahl von fast 140 Devotees aus dem Ausland. Seit kurzer Zeit kommen nun auch die ersten taiwanesischen Devotees in den Aschram, die sich vor allem von Sri Swamiji und Hanuman angezogen fühlen und wo Sri Swamiji überlegt, neben Seiner Teilnahme an einer internationalen Bonsai Konferenz auch ein Konzert mittelfristig zu geben. Damit setzt sich Sri Swamijis globusumspannende Bekanntheit nicht nur im Westen fort wie in den osteuropäischen Ländern sowie Kanada, Mexiko, Mittelamerika und teilweise Südamerika, sondern vor allem auch im Osten wie China, Japan und Taiwan. Auch im Nahen Osten wie die Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman etc.und in Südafrika wächst Sri Swamijis Popularität vor allem in den indischen Bevölkerungsschichten.
Es gab zum letzten Datta Jayanti-Fest die Ankündigung, dass während der Shivaratri-Tage der neue unterirdische Hanuman-Tempel (Pathala Hanuman Temple) eingeweiht werden sollte. Aber es kam dann doch nicht dazu. Und nun ist zu hören, dass dies vermutlich zum Diamond Jubilee geschehen wird…
Während der Tage vor Shivaratri gab Sri Swamiji früh morgens ab ca. 7.30 Uhr öfter Darshan im Shuka Vana, während Er und auch die Devotees die Papageien füttern konnten. Dort konnte man zeitweise auch ein Foto mit Sri Swamiji erstellen lassen und den Ausdruck mitnehmen. Viele Angels nahmen diese Gelegenheit wahr, Sri Swamiji das erste Mal an den jeweiligen Tagen zu begegnen und Seinen Segen mit dem Darshan zu erhalten. Auch nach dem Shivaratri-Fest gab Sri Swamiji diese Darshan-Möglichkeit für uns. Manchmal gab es auch nur einen Darshan im Shuka Vana ohne das Füttern der Vögel. Bereits vor Shivaratri wurde ein neuer abgeschlossener Shuka Vana-Bereich für Sri Swamiji´s persönliche Papageien eingeweiht.Weiterhin hatte ein Devotee aus Trinidad im Shuka Vana seine guten Kenntnisse zur Konservierung von Vogelkörpern angeboten und viele Papageien nach ihrem Ableben ausgestopft und zu Ausstellungszwecken konserviert und auf Baumästen und Stangen etc. in ihrem natürlichen Aussehen aufgestellt. Er gab seine Kenntnisse auch an einige Mitarbeiter aus dem Shuka Vana weiter. Weiterhin gestaltete er einen neuen Raum in der Nähe des Aschram-Museums mit den konservierten Vogelkörpern. Vermutlich wird dieser neue Bereich bald dem Publikum zugänglich gemacht werden.
Der Aschram hatte für die nächtlichen musikalischen Darbietungen der Musikgruppen die Bühne der Paundarika Ranga Sthala seitlich zur Prayer Hall hin dramatisch erweitern lassen . Dazu wurde der Platz zwischen Audumbara Baum und Aufstiegrampe zum Prayer Hall-Eingang mit Stahl- und Holzgestellen verbaut, um dann eine durchgehende Bühne zu erstellen. Diese wurde von einem Team von Bühnengestaltern mit vorgearbeiteten Stellwänden zu einer Imagination einer Himalaya-Eishöhle oder auch einem Himalaya-Berg umgestaltet. In den Bühnenhintergrund wurden Attrappen der 12 Jyoti-Lingams aufgestellt, die dem gesamten Bühnenbild den Bezug zum Shivaratri-Fest gaben.
Am Shivaratri-Morgen fand frühmorgens parallel mit dem Anfang der Rudra Homas das Freitag-Abhishekam im Datta Venkateshvara Tempel statt. Die Rudra Homa ist eine außerordentlich starke Homa, die sicherlich viele Unreinheiten in uns und unserer Umgebung verbrennen kann. Fast alle Angels kamen frühmorgens dorthin, um sich auf die Mantren und die Opferungen ins Feuer zu konzentrieren. Sri Swamiji kam etwas später in die Nada Mantapam, um dort die Sri Chakra Puja zu zelebrieren. Gleich anschließend setzte Er sich in der Bühnenmitte auf Seinen Stuhl dort. Prasadi leitete zu diesem Anlass den 7. Geburtstag von Puttu Gam (einer subtilen Ganapati-Form, die von Sri Swamiji kreiert wurde zur Vermittlung verschiedener interessanter spiritueller Aspekte, die direkt mit Sri Swamiji in Verbindung stehen) mit einer kurzen Rede ein und sagte an, dass Sri Swamiji nun die zentrale Shivaratri-Botschaft an die Devotees übermitteln würde. Sri Swamiji forderte die Devotees erst einmal auf, sich bei SGS Puttu Gam zu registieren und somit seine dortigen Botschaften erhalten zu können. Er sende regelmäßig Beiträge mit dharmischen Themen an diese Webpage, die die Devotees lesen sollten. Er wolle damit eine Gegenposition aufbauen zur gegenwärtigen Verrohung der Internet-Media wie Facebook, Twitter etc. (Die Rede ist auch bei www.dattavani.org nachzulesen). Ein Minister aus Sri Lanka war an diesem Morgen auf der Bühne zugegen, der auch ein Trustee des Sita Mata-Tempels in Sri Lanka ist, wo die Ehefrau von Sri Rama, Seeta Mata, das uns allen bekannte und kraftvolle Mantra: Tvamasmin Karya Niryoge… gechantet hatte. Er lud Sri Swamiji im Namen der Srilankischen Regierung offiziell zu einem Besuch nach Sri Lanka ein, den Sita Mata-Tempel zu besuchen und auch für die Inauguration eines anderen Tempels, den Sri Swamiji auch erst einmal zusagte. Anschließend kamen einige der russischen Devotees auf die Bühne zur zur Überreichung an Sri Swamiji und Veröffentlichung der 7. Edition der Life History von Sri Swamiji. Diese war erneut überarbeitet und Übersetzungsfehler berichtigt worden. Danach erschien der indische Filmproduzent Mani Shankar auf der Bühne, und es wurde von ihm ein neu entwickeltes Video gezeigt, das Sri Swamiji virtuell im Bild erscheinen lässt. Er hatte viele Videosequenzen so zusammengepasst, dass der virtuelle Sri Swamiji verschiedenen Belehrungen sagte, die Er in dieser Form nicht wirklich gegeben hatte. Das Video wurde in die Life-Aufnahme von dem momentanen Videomitschnitt der Shivaratri-Veranstaltung auf der Bühne eingestrahlt. Man konnte also einmal Sri Swamiji auf den beiden großen Bildschirmen sehen, wie Er gerade tatsächlich auf der Bühne saß und gleichzeitig etwas weiter vorn rechts einen anderen Sri Swamiji, der verschiedene englische und Telegu-Belehrungen konstatierte. Der auf der Leinwand zu sehende virtuelle Sri Swamiji war jedoch nicht tatsächlich auf der Bühne zu sehen, sondern nur auf den Leinwänden. Sri Swamiji stand dann aus Seinem Stuhl auf und ging um den virtuellen Sri Swamiji mit verehrungsvollen und zur Anbetung zusammen gelegten Handflächen herum. Das war natürlich ein großer Spaß für Ihn und uns alle, die wir lachten und klatschten und einge laut vor Begeisterung pfiffen. Man kann diesen App vermutlich bereits herunterladen, er nennt sich „SGS Divine Darshan“. Am Ende Seiner Rede ermahnte Er uns Devotees, kein Wasser im Aschram zu verschwenden, z.B. auch auf leckende Wasserhähne zu achten (und dies dem Aschram Office zu melden). Man sollte auch seine Kleidung nicht mit zuviel Wasser in den Aschramräumen und Waschplätzen waschen. Es gebe derzeit große Wasserprobleme nicht nur in Mysuru, sondern in Indien insgesamt. Man sollte auch kein Essen vergeuden und beispielsweise sich zuviel auf den Teller füllen lassen, um später dann viel Übriggebliebenes in die Abfalltonne zu werfen. Sri Swamiji verließ dann mit dem Sri Lanka-Minister die Bühne, um eine neue Puttu Gam-Statue vor der Prayer Hall einzuweihen. Er gab an dieser Stelle kein Darshan und Prasadam an die Devotees, die beispielsweise die Rudra Homa gebucht hatten.
Am späteren Morgen startete das Rudra Abhishekam, dass die Devotees selbst am Sachchidanandeshvara Lingam ausführen konnten. Es ist überaus energievoll und dabei zu sein und nur in einiger Entfernung vor dem Lingam zu sitzen ist bereits schon fast so kraftvoll wie ein Darshan bei Sri Swamiji. Viele Devotees nahmen diese großartige Gelegenheit wahr, die Opferungen der verschiedensten Ingredienzen dem Lingam selbst zu opfern.
Nach der Mittagspause versammelten sich die Devotees ab ca. 17 Uhr vor dem Sachchidanandeshvara Lingam entweder in dem kleinen Shiva-Tempel neben der Prayer Hall oder auch auf dem Vorplatz der Paundarika Ranga Sthala-Bühne. Von dort aus kann man den Sachchidanandeshvara Lingam gut sehen. Und gegen 18 Uhr erschienen wie jedes Jahr mit Pauken und Trompeten die Brahmanen und Priester mit den Wasserkrügen, in denen heiliges Kaveri-Wasser zu den Bewegungen der Brahmanen tanzt. Am Sachchidanandeshvara Lingam angekommen, bereiten sie alles für das in Kürze stattfindende zentrale Abhishekam des Abends und der Nacht vor: Sri Swamijis alleiniges Abhishekam am Anfang, bevor alle anderen Devotees nachfolgen können mit ihren Abhishekams an dem Lingam. Sri Swamijis Opferungen sind immer besonders. Ausschließlich Seinen Bewegungen und Konzentrationen aufmerksam zu folgen, ist einfach großartig und jedes Mal ein Aha-Erlebnis! Er macht dies jedes Mal anders mit Seiner Ihm eigenen Spontanität und Souveränität. Jede Seiner Bewegung ist für uns eine Meditation wert, und es lohnt sich, ausschließlich darauf konzentriert, Seine Bewegung in Meditation oder Seine Meditation in Bewegung bewundernd zu verfolgen. Man ist automatisch wie festgehalten in der Betrachtung, was und wie Er das macht! Aber was macht Er da eigentlich?… Man kann es nicht beschreiben, der Verstand kann es nicht fassen. Es sind eigentlich gar keine groß außergewöhnlichen Verrichtungen. Aber es hält einen in der staunenden Konzentration fest und man ist gespannt auf jede einzelne kleine Seiner Handlungen, was denn nun gerade kommt. Bei dem diesjährigen Abbhishekam war u.a. besonders, dass Er mehr zum Ende hin viele Rudraksha-Perlen aus großen Körben über den Sachchidanandeshvara Lingam ausgoss. Er lächelte dabei verschiedentlich in Sich hinein. Und zwischendurch umarmte Er den Lingam mindestens einmal inniglich. Gleich nach Sri Swamiji führte Sri Balaswami die Abhishekams an dem Lingam weiter. Und danach kamen einige Priester und anschließend die geladenen VIPs, die gleich in der Nähe des Lingams saßen. Erst danach kamen die Devotees, die sich bereits zu langen Schlangen geformt hatten und in Richtung Lingam drängten. Einige Helfer des SDHS von Hyderabad sperrten den Zugang soweit ab, dass die Devotees lediglich langsam und nur einzeln zum Lingam druchgelassen wurden. Sri Swamiji saß derweil in nächster Nähe und sah jeden Devotee, der da am Lingam stand, auch wenn Er Sich manchmal mit anderen Devotees neben Sich unterhielt. Das ist u.a. Seine Art zu zeigen, dass man sich nicht betrüben sollte, wenn Er mal einen nicht direkt anschaut und begrüßt. Natürlich nimmt Er trotz Lenkung Seines Blicks auf anderes in Seiner Nähe jeden Devotee wahr, der da an Ihm vorbeigeht! Und wenn irgendetwas Besonderes mit einer/m Devotee sein sollte und Er darauf reagieren will, kann Sri Swamiji dann urplötzlich der Person etwas sagen oder zeigen etc. trotz vorherigem Wegschauen.
Vor Sri Swamijis goldenem Thron in der Prayer Hall war wie auch in den Jahren vorher eine besondere Stellfläche mit 12 besonderen Kristall-Lingams in verschiedenen Farben aufgestellt worden, wo die Devotees ebenfalls Abhishekas verrichten konnten. Auch dort bildete sich für Stunden eine nicht abreißende Devotee-Schlange. Sri Swamiji saß beim Sachchidanandeshvara Lingam einige Stunden und ging später zum Vorplatz der Himalaya-Eishöhle, um der Musikgruppe zuzuhören, die dort spielte und sang. Vor Sri Swamijis Nachtprogramm waren 2 verschiedene Musikgruppen dort zu bewundern. Sri Swamiji saß relativ lange bei den Musikprogrammen direkt vor der Anfangsreihe des Publikums.
Relativ früh um ca. 2 Uhr morgens kam Sri Swamiji in die Eishöhle, um Sein frühes Morgenprogramm zu starten. Das Manuskript über die Diskurse, die Sri Swamiji halten würde, war an alle Angels bereits am frühen Abend des Vortags verteilt worden. In dem Skript, der dem Brahma Purana folgt, fragt Göttin Uma Lord Shiva zum Wohle der gesamten Welt, wie man den höchsten spirituellen Zustand erlangen könne. Lord Shiva zeigte Sich höchst erfreut über Umas Frage und antwortete, dass man die Neigung zur Wahrheit entwickeln und ein rechtschaffenes Leben führen sollte. Allerdings spricht Er in dem Skript „lediglich“ von der Erreichung des höchsten Himmels (und nicht Moksha – der Befreiung, die nur durch eine spezielle Gnade erreicht werden kann – wenn man hier überhaupt von „Erreichung“ sprechen kann). Weiterhin wird in dem Skript die volle Hingabe an Lord Shiva exemplarisch beschrieben: Ein eingeborener Jäger eines Königs erhält die höchsten Gnaden Lord Shivas allein durch seine kontinuierliche Hingabe und rituelle Verehrung Shivas, obwohl der König ihm bei der Anleitung zu den Ritualen eine falsche (und normalerweise verabscheuungswürdige) Opferung angeraten hatte- täglich Asche von einem Leichenverbrennungsplatz zu holen und diese über den verehrten Shiva Lingam zu opfern. Einfach aus Begeisterung und Liebe zu Shiva hatte der Eingeborene die Rituale inklusive der abwegigen Aufforderung des Königs mit höchster Hingabe und Konzentration ausgeführt und damit die Einheit (Saroopya) mit Shiva erreicht. Am Ende des Skripts, dessen Passagen Sri Swamijis in Seinem Diskurs während der frühen Morgenstunde vorgetragen hatte, stehen noch einmal zusammengefasst die Qualitäten, die man entwickeln sollte, wenn man den höchsten Himmel erreichen möchte: Sei wahrhaft; führe ein rechtschaffenes Leben; sei Frieden-liebend; habe einen reinen Geist; enthalte Dich, irgendein Lebewesen in Tat, Wort oder im Geiste zu verletzen; sei frei von Anhaftungen und habe einen ausgeglichenen Geist. Der Geist und der Körper sollten vollkommen an Shiva offeriert werden; habe unbedingten Glauben und absolute Hingabe (an Shiva); Widmung und Vertrauen sind die Werkzeuge, Shivas Wohnstatt (subtiler Mount Kailash vergleichbar mit Vishnu´s Vaikunta) zu erreichen. Der Geist sollte ausschließlich auf Ihn ausgerichtet sein; die Sprache sollte fortwährend Seine transzendentalen Qualitäten glorifizieren und die Ohren sollten nur Seine göttlichen Geschichten hören.
Außerdem gab Sri Swamiji in Seiner Rede außerordentliche Offenbarungen, z.B. dass Er gerade einen Akshaya Patra (sich nicht erschöpfenden Behälter/Kübel/Topf) neben Sich hätte, und wenn Er etwas dort hineingebe, es sich zehnfach multipliziere. So könne Er z.B. wenn Er ein Schmuckstück dort hineingebe, solange gleiche Schmuckstücke aus dem Topf hervorholen für die Devotees, wie Er sie verteilen möchte (Es gibt da eine ähnliche Geschichte in Seiner „Life History“ dazu, wo Er aus einem Topf ebenfalls viele gesegnete Gegenstände hervorholt, als Er ganz am Anfang Seiner Zeit als Swami mit den ersten Devotees um Ihn herum stand.). Diesen Topf hole Er manchmal während eines Shivaratri-Festes hervor, um die Devotees mit verschiedenen Gegenständen daraus zu segnen, manchmal – wie die letzten Jahre – aber auch nicht. Es wäre alles Sein eigenes Sankalapa (Entscheidung), ob Er dies tue oder nicht. Jede Seiner Handlung basiere auf Seinem eigenen Sankalpa!!! Wenn Er wolle, könne Er aus einem Stein ein kleines Mädchen kreieren und mit ihr reden und sie Dinge für Ihn machen lassen! Er brauche keine Leute aus Fleisch und Blut für diese Hilfen! An dem Tag, wo Er entscheide, gesund zu sein, Sei Er gesund. Wenn Er Sich entscheide krank zu sein, sei Er die nächsten Tage krank bzw. leide unter Diabetes etc. Dieses basiere einzig auf Seinem eigenen Wunsch. Er hätte seit 35 Jahren Diabetes und sei ganz erfreut damit. Ich höre immer auf Meinen Geist. Er ist der höchste Gott. Sankalpas würden automatisch von ihm hervor keimen. Mein Geist schmilzt manchmal wie Butter (in der Präsenz von verschiedenen Devotees) und entscheidet andere Male nicht zu helfen, auch wenn Ich von den Devotees sehr darum gebeten werde. Er wird dann hart wie ein Stein oder Diamant. (Sri Swamijis Geist ist nach der Auffassung von uns Devotees eigentlich nicht vorhanden. Oder man könnte auch sagen, dass Sein Geist der Geist Paramatmans ist, wenn man argumentieren sollte, dass Sri Swamiji ja einen Geist besitzen müsse, um überhaupt Entscheidungen fällen und Handlungen verrichten zu können.) Alles was Er sagen könne, sei, dass Sein Geist mit dem Shivas und Shivas Geist mit Seinem verschmolzen sei… Auf den formlosen Shiva könne man in jeglicher Form meditieren. Wenn man ein Gefäß umdrehe und „Om Namah Shivaya“ darauf schreibe und dies inniglich glaube und dieses Gefäß verehre, wäre es ausreichend, um Shivas Segnungen zu erlangen, da Shiva formlos und in allem enthalten sei…
Sri Swamiji hielt Seinen Diskurs mit eingestreuten von Ihm neu komponierten Shiva-Bhajans bis in die frühen Morgenstunden begleitet von Seiner Musikgruppe, die vor Ihm links und rechts ebenfalls in der Shivaratri-Eishöhle saß. Um ca. 5.15 Uhr und wechselte Er dann langsam über zum Sachchidanandeshvara Lingam, um dort das Mangala Arati des Shivaratri-Festes einzuleiten. Das großartige Mangala Arati von Sri Swamiji war der krönende Abschluss des Shivaratri-Festes. Erst gegen kurz vor 6 Uhr war alles beendet und Sri Swamiji auf dem Weg in Sein Guru Nilayam. Die morgendliche Puja sollte erst am Abend stattfinden. Tagsüber war die Zeit zum Ausruhen gedacht. Wer konnte, hatte gefastet und nicht geschlafen und sogar 11 – 12 Stunden in dem Shiva Tempel und auf dem Vorplatz der Paundarika Ranga Sthala verbracht. Man konnte nun ein Bad nehmen und in der Dining Hall frühstücken – ein Brunch, da es bis zum Abend wegen des Ausruhens nichts mehr geben sollte. Tatsächlich war es in den nächsten Morgenstunden recht ruhig im Ashram außer ein paar Wenigen, die trotz ihrer Müdigkeit abreisen mussten.
Nach dem Ruhetag am 25. Februar begann bereits am 26. Februar der Datta Sadguru Sannidhi Kriya Yoga-Kurs, der als offizielles Programm hauptsächlich Kriya Yoga im Beisein des Gurus beinhaltete. Und tatsächlich war Sri Swamiji unglaublich lange fast 3 ½ Stunden bei uns auf der Bühne der Nada Mantapam. Er gab uns theoretische Yoga-Unterweisungen, zeigte neue Nadi Shuddhi Vyayamas und andere Yoga-Übungen und überwachte sogar auch die Teilnahme verschiedener freiwilliger Versuchspersonen an einem neuen Yogaprogramm. Die gesamte Atmosphäre war tatsächlich ganz auf Sri Swamiji zugeschnitten, jedenfalls während aller dreier Morgende, die Sri Swamiji jeweils stundenlang bei uns war. Und es gab den Eindruck einer Einheit des Kurses und klarer Strukturierung mit früh morgens den Vyayamas und Pranayamas zum intensiven Üben sowie auch in den Nachmittagstunden. Sri Balaswamiji kam ebenfalls täglich für ca. 1 Stunde nachmittags, um uns Teilnehmer über verschiedene Yoga-Aspekte aufzuklären. Es waren auch keine Yogalehrer von anderen Institutionen mit ins Programm genommen worden (wie letztes Jahr), da das Yoga-Spektrum ansonsten sehr groß geworden wäre.
Am ersten Morgen sprach Sri Swamiji zu uns erstaunlich lange nur in englischer Sprache und saß genauso erstaunlich lange im vollen Padmasana (Lotossitz) – meistens sitzt Er bei solchen Anlässen im halben Padmasana. Er sagte u.a., dass es mittlerweile viele Bücher (vor allem Aschram-Publikationen) über Kriya Yoga gebe. Anfangs solle man aber nicht nur Bücher lesen und lediglich daraus die Kriya Yoga-Übungen praktizieren. Man sollte zuerst einen regulären Datta Kriya Yoga-Kurs besuchen, und dann könne man die Bücher zu Hilfe nehmen, um ggfs. die Materie zu vertiefen…Kriya Yoga sei sehr leicht (zu verstehen und zu praktizieren), aber auch sehr schwierig und kraftvoll… Die frühen Morgenstunden seien die beste Zeit zum praktizieren. Frühe Morgenstunden meint 4, 4.30, 5, 5.30, 6 Uhr sei okay, nach 6.30 Uhr mache es keinen Sinn mehr zu praktizieren. Nach einem Bad könne man beginnen. Zuerst sollte man Padmasana versuchen zu praktizieren, falls man dazu in der Lage sei. Wenn man Schmerzen habe, sollte man es trotzdem (vorsichtig und stetig) versuchen. Sahaja Pranayama und Surya Chandra Nadi Bedhana Pranayama seien die wichtigsten. Er zeigte dann ein neues Arm-Mudra zum Padmasana passend (verschränkte Unterarme mit den Händen auf den Oberarmen liegend – kann man im Internet-Videokanal „Livestream“ anschauen und zuhören). Er zeigte dann auch noch weitere passend zum Padmansana und Meditation. Sri Swamiji blieb bereits ziemlich zu Anfang des Kurses im Padmasana mit geschlossenen Augen und in Meditation lange Zeit still sitzen und animierte so die Teilnehmer, dies ebenfalls zu tun… Später sagte Er, dass Kontrolle des Essens (vor allem wieviel man esse) ausgeübt werden müsse. Reis sei allerdings ein Problem, vor allem der weiße Reis, von dem man nur eine sehr kleine Portion essen sollte. Ebenfalls Chapati zu essen, sei nicht so gut, vor allem wenn er mit viel Fett zubereitet ist. Gut sei, viel Gemüse zu essen und weniger ölige Mahlzeiten. Viel Wasser trinken sei wichtig, auch wenn man deshalb öfter zur Toilette gehen müsse, aber nur wenig Milch trinken. Man müsse Padmasana praktizieren und für 2 – 3 Stunden in Stille ohne Gedanken sitzen, mindestens jedoch 1 Stunde. Man könne sich auf die Nasenspitze konzentrieren oder die Augen schließen und sich nur auf das Jyoti in einem selbst konzentrieren (dies wurde von Ihm etwas später mit einer Art Initiation für die Teilnehmer direkt geübt – Konzentration auf das Jyoti, das auch der Guru ist im spirituellen rechten Herzen). Gleichzeitig sollte man Sahaja Pranayama ausüben… Man solle keinen vorstehenden, dicken Bauch entwickeln. Swamiji habe Selbst nach Seinem Autounfall (2001) einen Bauch bekommen, könne aber trotzdem noch alle Asanas tun… Stoppt Eure Yogapraxis auch nicht für einen Tag! Ihr sollet innerhalb von Sekunden in Meditation gehen können. Sobald Swamiji Seine eigenen Augen schließe, gehe Er in eine Trance (allerdings befindet Er Sich nach Seinen eigenen Angaben permanent in Samadhi – Sahaja Samadhi), Er könne dies kaum stoppen. Es sei ein Training für den Geist, sich sehr schnell auf Meditation umstellen zu können. In Sekunden sollte man sich auf das Göttliche konzentrieren/meditieren können. Wir sollten immer wenn irgendwie möglich Dhyana (Meditation) üben. Faulheit käme von dem Essen, das man zu sich nähme. Wegen Eurem dicken Bauch könnt Ihr weder sitzen noch stehen. Seit beschämt, so viel zu essen!..Ein wichtiger Asana sei der Vrajasana (Fersensitz auf den Zehen und den Knien) sowie der halbe Lotossitz (Ardha Padmasana), weiterhin das Stehen auf den Knien mit Bhairava/Bhairavi Mudra…Nur von sich aus Tapas zu üben (spirituelle Übungen) sei nicht genug oder sogar irreführend. Man benötige die richtigen Anweisungen dafür (von einem qualifizierten Lehrer/Guru)…Die 3 Körper müßten in einer Linie sein, dann könne der Guru Seinen „Pfeil auf uns abschießen“ (uns mit Seinem Shaktipata segnen). Alle Schwierigkeiten werden verschwinden, wenn der Guru uns anschaut (mit den den Augen der speziellen Gnade)…Dann sprach Er über Shravana Yoga: Hört die Worte des Sadgurus, hört gute (dharmische) Dinge.
Am gleichen Nachmittag wurden vor allem Übungen von den verschiedenen Kriya Yoga-Lehrern vorgegeben und praktiziert. Am Nachmittag kam Sri Balaswami zu uns, um uns mit seinen Unterweisungen zu segnen und zur Yogapraxis anzuspornen.
Am 27 Febr. wurden bereits ab 6 Uhr morgens verschiedene Yogastellungen und Pranayamas unter Leitung der Datta Kriya-Lehrer geübt. Nach einer Frühstückspause wurde der Kurs zunächst von den Kriya Yoga-Lehrern eine kurze Zeit noch weiter geführt, bevor Sri Swamiji wiederum für mindestens 2 ½ Stunden in die Nada Mantapam kam. Er sprach dann auch über den Vortag, als verschiedene Teilnehmer sich gemeldet hatten für einen Test mit einem neuen Yoga App mit Namen Dhyana Brahma. Die Teilnehmer sollten ein gutes Internet-fähiges Mobiltelefon haben. Darauf war das App geladen worden. Und mit einem Signal der Devotees, die das App entwickelt hatten, starteten die Teilnehmer dieses App und meditierten dann für eine geraume Zeit, während sie ihr speziell präpariertes Smartphone in der Hand hielten (soweit ich den Vorgang so richtig verstanden hatte). Sri Swamiji konnte dann während dieser Zeit verschiedene Parameter bei den Devotees direkt auf einem Empfängergerät testen (?). Und Er gab dann sehr persönliche Kommentare in Textform auf das Mobiltelefon zu dem Meditationszustand der Versuchspersonen! Das hörte sich für uns alle recht verwunderlich und natürlich sehr interessant an. Dieses App soll nach einer Testphase für Interessenten zugänglich sein. Ob dann Sri Swamiji Selbst weiterhin den Meditationszustand der Devotees überprüfen wird, ist nicht gesagt worden.
An dem Morgen sagte Sri Swamiji u.a., dass wir selbst Sieger (Victors) – Jayam – im Bereich Yoga sein sollten… Dann sprach Er über das Bhagavatam, wo u.a. über diesen Aspekt geschrieben wird. Es sei allerdings schwierig zu verstehen. Jede Silbe bzw. Buchstabe dort sei schwierig zu verstehen und sei wie das Studium von 3 Kapiteln in anderen Yogawerken. Selbst nach 10maligem Lesen würde man es ggfs. noch nicht richtig verstehen… Gott Brahma sei der Schöper der Welt, aber kreiere auch völlige Konfusion. (Vishnu wird manchmal als der originale Schöpfer beschrieben, da Brahma erst aus seinem Nabel entstanden sein soll.) Vishnu hörte während der Schöpfung zuerst die beiden Silben „Ta…pa“ oder Tapas (spirituelle Übung) und begann dann zu meditieren (Tapas zu verrichten). Falls Ihr Zweifel habt (an Sri Swamiji oder Seinen Belehrungen) habt Ihr nicht einsgerichteten Glauben. Man kann dann keine wirklichen Fortschritte mache. Über Swamijis Unterweisungen sei man unwissend (Das Wie und Warum kann man nicht wirklich verstehen)…Die Chakras (im subtilen Körper) hätten unterschiedliche Energien. Meditiere man über Gott, werden die Chakren „auf eine Linie“ ausgerichtet (was zu erstreben ist und Erfolg im Yogaprozess signalisiert). Es ist das göttliche Licht in uns, das (mit den physischen Augen) nicht gesehen werden kann…Wir sollten keine Yoga Brashthas werden. Dies sei jemand, der von Guru zu Guru laufe. Dieser werde kein Yoga Siddhi erfahren… Konzentriert Euch auf Swamiji, der in der Größe eines Daumens in dem yogischen Herzen sei. Konzentriert Euch auf nichts anderes!.. Man erhalte das innere Licht bzw. die spirituelle Glückseeligkeit nicht so einfach in 1 oder 2 Tagen, einige von Euch jedoch bereits ganz zu Anfang. Gott wird sehr versuchen, Eure Chakra-Energien in ein Linie zu bekommen… Das Vereinigen von Paramatman mit einem selbst ist wichtig. Paramatman ist nicht verschieden von mir (jedem von uns). Wir sondern uns von Ihm ab. Und wir mögen diese Schöpfung (die Welt um uns). Wir müssen eigentlich Jnana (absolutes Wissen) finden, aber wir halten nach Ajnana-Aspekten (Nichtwissen, Vergängliches, Weltliches) Ausschau…Shiva kam aus Paramatman, aber eigentlich sind Sie Eins… Mit Yoga-Übungen können wir den Geist kontrollieren. Den Geist in Dhyana zu versenken, ist die Absicht von Kriya Yoga. Es gebe eigentlich viele Möglichkeiten, den Geist in den Dhyana-Zustand zu versenken, z.B. durch das Höhersteigen von Euch selbst, oder durch sehr tiefes Herunterkommen (Bescheidenheit/einfach sein etc.)…Danach zeigte uns Sri Swamiji und später die Kriya Yoga-Lehrer ein sehr ausführliches Nadi Shuddhi Vyayama: Das Abklopfen verschiedener Körperteile mit den Händen und Fingern. Es soll so effektiv sein wie das Laufen/Gehen von 3 km, verbessert die Blutzirkulation und aktiviert die Nadis, die Nieren sollen entstresst/gereinigt werden, psychologischer Stress entspannt sich.
Am gleichen Nachmittag sprach Sri Balaswami in seiner Rede zu uns im Einzelnen über die Yamas und Niyamas und ihre Auswirkungen auf uns. Bei dem Übernehmen der Yamas und Niyamas sollte man allerdings nicht zu schnell sein und langsam emporsteigen (die Yamas/Niyamas graduell verstärken).
Am gleichen Abend gab es einen Überraschungs-Bhajanabend mit Sri Swamiji in der Nada Mantapam, bei dem Er Selbst auf der Bühne vor allem von Ihm Selbst komponierte Yoga-Bhajans spielte und sang. Dazu sprach Er sehr viel über verschiedene Yogaspekte inkl. der Kundalini Shakti etc. Fast den gesamten Tag waren wir mit Seiner Präsenz gesegnet, und alles war absolut großartig!
Am Morgen, 28. Febr. legte uns Sri Swamiji gleich bei nach Seinem Erscheinen auf der Bühne vor uns nahe, das neue Vyayam App auf unser Mobiltelefon aufzuladen…Dann sprach Er davon, dass wenn Er sehr viel im Mysuru Aschram erreichbar sei bzw. die Devotees länger sich hier aufhielten, viele nicht mehr viel Hingabe und Liebe Ihm gegenüber empfinden würden. Wenn Swamiji nicht so viel sichtbar und präsent sei unter den Devotees, fänden wir alles sehr interessant, was im Ashram und um Sri Swamiji geschieht und hätten auch viel Verehrung für Ihn…Wenn wir die Nadi Shuddhi Vyayamas praktizierten, bekämen wir gute Gesundheit und Schlaf und es würde unsere Yoga-Praxis unterstützen. Wenn man Swamiji über lange Zeit verehre und dem folge, was Er sage, würde das unsere geistige Aufnahmekraft erhöhen…Swamijis Darshan/unser Zusammensein mit Ihm sei bereits schon (wie) Moksha – die Befreiung! Wenn wir also gerade mit Ihm zusammen seien und uns versuchten darauf zu konzentrieren, sollte man nicht fragen, was denn nun also Nächstes käme (das lenkt uns sonst von der Konzentration auf Ihn ab)…Sri Swamiji fragte dann: “Kennt Ihr Euch selbst? Falls man dies wisse, solle man jetzt die Hand heben. Dann sagte Er wie als Antwort darauf, dass man sich nicht selbst kennen könne! Und dann die Frage dazu, die gleichzeitig die Antwort ist: „Wie kann man Paramatman verstehen (der wir letztlich ja Selbst sind)?“… Falls man Yoga bzw. Dhyana praktiziere, könne man ein yogisches Leben mit der nächsten Geburt erlangen… Was ist der Atman? Er ist nicht zu verstehen/unvergleichlich…Wenn man sich in dem Mutterleib befindet, müht/kämpft man sich sehr ab. Die Sinnesorgane mühen sich/kämpfen dort sehr stark…Man sollte sich nach dem subtilen Körper richten, nicht nach dem kausalen Körper…Wir sollten in keiner Situation aufgebracht sein und unangehaftet bleiben. Wir sollten auch nicht angehaftet an unsere soziale Umgebung/Gesellschaft sein. Swamiji habe keine Gefühle, aber zeige manchmal sehr viel Zuneigung und Liebe gegenüber Devotees, aber Er ist trotzdem jederzeit unangehaftet (an die Devotees oder die Situationen). Wir sollten jedoch Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und überhaupt Gefühle gegenüber unserer sozialen Umgebung zeigen, jedoch innerlich unangehaftet sein…Man kann später den Dhyana Brahma-App herunterladen und sich registrieren bei www.dhyanabrahma.com. Ein weiterer App sei www.SGSdattafamily.com für Devotee-Familien mit Kindern… Später konnte man auch ein Gruppenfoto mit Sri Swamiji auf der Bühne machen lassen, zuerst die weiblichen Yogateilnehmerinnen und danach die männlichen und es auch für sich ausdrucken lassen.
Am gleichen Nachmittag gab es noch letzte Instruktionen von den Kriya Yoga-Lehrern, wonach der großartige Kurs gegen 15.45 Uhr endete. Damit endete auch gleichzeitig die intensive Shivaratri-Zeit im Mysuru Aschram und am gleichen Abend reisten bereits viele der indischen und auch ausländischen Devotees ab.
Sri Guru Datta – Pingala