Sri Swamiji kam aus Holland am 25. April wieder in den Mysuru Ashram zurück nach der relativ langen Auslandsreise. Er blieb anschliessend das gesamte April-Ende bis Mitte/Ende Juni im Ashram. Und schon vor seiner Ankunft waren erste Kurse für Kinder aus den beiden Ashram-Schulen in der Nada Mantapam zu sehen und zu hören. Nachdem die Kinder einige Tage mit Rezitationen verschiedener spiritueller Texte und Bhajans trainiert worden waren, gaben sie eine sehenswerte Vorstellung ihres Gelernten in der Prayer Hall einige Tage später. Wenige Tage später waren die nächsten Gruppen Kinder und Jugendlicher aus Schulen und Colleges (Vidhyarti Gnana Bodha Sabha) in der Nada Mantapam zum Trainieren in verschiedenen Disziplinen wie Musik (Sri Swamijis Violinist Jaitra Varanasi teilte wichtige Details zu Sri Swamijis Bhajans mit), Medizin/Gesundheit (Dr. Phanisree), Yoga (Datta Kriya Yoga International School) und auch spirituellen Rezitationen (Ashram-Hauptpriester Sri Vamshi Krishna Ganapathi). Sri Swamiji und Sri Balaswami segneten täglich die Programme mit ihrer persönlichen Präsenz. Jeden Morgen, wenn Sri Swamiji im Sri Rajarajeshvari Tempel Seine Puja und Arati und vor dem Hari Sannidhi Tempel die Kühe gefüttert und das Homapurnahuti vollzogen hatte, ging Er gleich darauf zur Nada Mantapam, um die Kinder/Jugendlichen mit Seiner Präsenz zu segnen. Bemerkenswert auch, dass Sri Swamiji die Devi Puja fast noch jeden Morgen Selbst zelebrierte, obwohl die Phase der 40 tägige Mandala Puja längst vorbei war. Es war somit eine Zeit der großen Gnade, soviel und lange Seiner Präsenz am Morgen genießen zu dürfen! Und Sri Swamiji schien immer gut gelaut zu sein. Das waren meistens länger als 2 Stunden durchgehende Präsenz von Sri Swamiji in und vor dem Devi-Tempel. Am 12. Mai endete die Vidhyarti Gnana Bodha Sabha in der Nada Mantapam. Am gleichen Tag war Shankara Jayanti (Geburtstag von Adi Shankaracharya), der auch gleichzeitig als der Geburtstag und Todestag von Srimati Jayalakshmi gilt. Entgegen seiner vormaligen Planung, in Jayalakshmipuram das Jayalakshmi Aradhana-Fest mit Seiner Präsenz zu feiern, verblieb Sri Swamiji letztlich doch im Mysuru Ashram und zelebrierte eine morgendliche Puja an Srimati Jayalakshmis Schrein in der Dining Hall gefolgt von Überreichungen von Geschenken als Prasadam an Brahmanenfamilien, die mit Sri Jayalakshmi in Verbindung standen. Danach gab Er noch Darshan in der Küche der Dining Hall für die brahmanischen Köche und deren Familien dort und auch, um die Speisen für den Tag zu segnen. Anschließend verließ Sri Swamiji bald die Dining Hall, und es folgte das Einnehmen des Anna Prasadams von uns Devotees im 1. Stock in der Dining Hall.

Hier noch eine Schilderung des Wetters/Klimas in Indien während der letzten Monate. Die Monsunzeit Mitte letzten Jahres hatte nur sehr wenig Regen und damit Wasser gebracht, das vor allem für die Farmer in Indien ein großes Problem war. Die Lebensmittelpreise, vor allem für Obst, schossen deshalb in die Höhe und man machte sich sogar Sorgen, ob das vorhandene Wasser in den Talsperren um Mysore genug Restwasser enthielt, dass die vielen Menschen vor allem in Bengaluru ausreichend Trinkwasser zur Verfügung hätten bis zum nächsten Monsunanfang. In einigen Dörfern musste bereits Trinkwasser regelmässig aus Tanklastwagen geliefert werden. Im Mysuru Ashram zelebrierten einige Priester daraufhin Zeremonien, die Regen erzeugen sollten. Und wenige Tage später kam dann endlich der ersehnte Regen. Und wie viel davon…Vermutlich war es am 10. Mai als am späten Nachmittag ab 16.20 Uhr sich der Himmel urplötzlich von grau zu schwarz wie die Nacht veränderte. Und binnen sehr weniger Minuten kam ein Sturm auf, den man noch nicht in Mysuru erlebt hatte. Und schon schossen dicke Regenfontänen mit unglaublich starkem Wind begleitet von Donnergrollen und Blitzentladungen durch die Luft, dann vermischt mit Hagelkörnern taubeneigroß! Das Schütten wurde immer stärker. Die Ashramstrasse war in wenigen Minuten knietief mit Wasser bedeckt. Es war tatsächlich ein überaus sehenswertes Spektakel. Die größeren Vedaboys waren ihrerseits ganz happy über die Strassenflut und liefen aufgeregt und laut durch die tiefen Wasser. Wohl alle Leute im Ashram schauten von ihren Zimmertüren aus in geschützter Umgebung stehend auf das Ereignis. Erst nach vielleicht 2 Stunden war der unglaubliche Regenschauer mit den Sturmböen vorbei und hinterließ viele abgerissene Stämme und Äste von den auf den Ashramstrassen…. Auch die nächsten Tage regnete es öfter einiges, wenn auch nicht mehr so stark… Damit hatte sich die fatale Situation etwas entschärft.

Am 13. Mai, starteten die Veda Examina im Ashram mit insgesamt 600 Veda-Schülern und -lehrern. Die Veda-Schüler und -lehrer waren in vielen Ashramgebäuden in Kleingruppen untergebracht, wo auch normalerweise die indischen Devotees ihre Zimmer bekommen. Man konnte dann jeweils die Schüler und Lehrer draußen vor ihren Räumen sitzen sehen, um ihr Sandya Vandanam zu vollziehen und auch teilweise Sanskrittext-Rezitationen zu üben. Bei der Einweihung der Examina in der Prayer Hall waren Sri Swamiji und Sri Balaswami zugegen wie auch wir Devotees, um ersten öffentlichen Tests einiger Schüler zuzuhören. Dabei geben die Lehrer aus einer bestimmten Schrift eine kurze Textsequenz vor. Und die Schüler müssen das Textfragment dann durch ihr Chanten komplimentieren. Die nächsten Tage waren vor allem die Schüler und Lehrer im Ashram überall mit ihren weissen Dhotis und Vastrams zu sehen.

Am 14. Mai fand nach der Sri Chakra Puja eine Marakata Simhasana Pada Puja im Dhyana Sumeru (Meditationspyramide) für die Ashramfrauen statt. Die interessierten Frauen sollten sich bei der Mysuru Matru Mandali anmelden. Natürlich nahmen viele diese einzigartige Gelegenheit wahr.

Hier noch die Information, dass wir Angels von Sri Swamiji persönlich die Erlaubnis haben, zu gegebenen Zeiten im neu renovierten Dhyana Sumeru vor Sri Swamijis grünem Thron zu meditieren. Shabari und Pingala sind die Ansprechpartner für den entsprechenden Zugang zum Dhyana Sumeru.

Am 15. Mai wurden nach der Sri Chakra Puja am Morgen in der Präsenz von Sri Swamiji wie jedes Jahr üblich Kleidung an alle Ashrambewohner ausgeteilt. Das waren inkl. Der Reinigungsfrauen, die vom Ashram angestellt sind und nicht im Ashram wohnen, sicherlich einige hundert bis 1 000 Leute, die damit begünstigt wurden. Im Hintergrund chanteten die Priester im Devi-Tempel während ihres Veda Sabha (Zusammenkunft der Priester). Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits deutlich, wie dicht die Ereignisse in dieser Zeit bereits waren und die nächsten 2 Wochen noch zunehmend dichter würden.

Bei dem Abschluss der Veda-Examina am 17. Mai in der Prayer Hall verkündete der leitende Ashrampriester, Dr. Vamshi Krishna Ganapathi, dass über 130 Veda-Schüler die Prüfungen bestanden hätten. Das hört sich bei um die 500 Schüler nicht nach sehr vielen an. Aber man muss dabei bedenken, dass nicht alle der Schüler eine Abschlussprüfung absolvieren. Viele von ihnen sind zum bloßen Trainieren dabei und haben noch nicht das Alter und die Fähigkeiten, an den Abschlussprüfungen teilzunehmen.

Und bereits am gleichen Tag fanden am Abend in der Prayer Hall in der Präsenz von Sri Swamiji die Überreichungen der Goldmedalien und Urkunden für die erfolgreichen Absolventen der Bhagavad Gita-Trainings, die meistens in Online-Form stattfinden. Neben Sri Swamiji am Kalagni Shamana Datta Tempel konnten die glücklichen Abschließer ein Foto mit ihren Urkunden und Medaillen und natürlich auch Sri Swamiji Selbst aufnehmen lassen. Da es sehr viele erfolgreiche Absolventen gab, wurde das Programm am nächsten Morgen nach der Sri Chakra Puja und Homa in der Nada Mantapam fortgeführt. Zu sehen waren unter diesen Glücklichen auch kleine Kinder und ältere Menschen, denen man das gar nicht mehr zugetraut hätte. Vergleichsweise waren darunter nur sehr wenige Männer. Dieses Programm zog sich dann über den gesamten späteren Morgen und auch am Nachmittag bis in den frühen Abend hinein.

Am 19. Mai begann das 25. Jubileum (Silver Jubilee) des Datta Venkateshvara Tempelkomplexes im Mysuru Ashram. An dem Morgen fand parallel auch eine Zelebrierung des Satyanarayana Vratas in der Nada Mantpam für sehr viele verheiratete Ehepaare statt. Nur diese waren dort zugelassen und keine unbeteiligten Zuschauer. Sri Swamiji scheint dieses Vrata besonders propagieren zu wollen und verkündete später, dass Er dieses Vrata jeden Jahr durchführen wolle. Am Abend war die offizielle Einweihungsfeier im Venkateshvara Tempel in der gesegneten Präsenz neben Sri Swamiji und Sri Balaswami auch von Sri Shivaratri Deshikendra Swami des Suttur Maths, dessen Haupt-Ashram in der Kleinstadt Suttur ca. 30 km von Mysuru entfernt liegt. Es gibt auch einen größeren Ashram-Ableger wenige hundert Meter von unserem Ashram entfernt, gleich beim Chamundi-Berg. Sri Swamiji ist mit dem Swami seit vielen Jahren gut befreundet. Priester Vamshi moderierte die Einweihungsfeier. Die drei Swamis weihten die Jubileumsfeier mit dem Entzünden einer großen Öllampe ein. Sri Balaswami wies noch einmal auf die längere Rede von Prasadi am Morgen hin, in der er die vielen besonderen und mysteriösen Umstände aufzeigte unter denen der Venkateshvara Tempel in seine Form kam. Sri Deshikendra Swami betonte die Freundschaft mit Sri Swamiji und Avadhoota Dattapeetham, die bereits seit langem wäre. Er sagte dann auch wie Sri Swamiji dass für den hingegebenen Devotee alle Ereignisse, die ihm geschehen, gut für ihn und seine Entwicklung seien. Er erzählte dazu auch eine Alegorie, dass ein Mann am frühen Morgen wenig Zeit hatte und mit einem Bus fahren wollte. Der Bus sei aber kurz vor seiner Ankunft an der Haltestelle bereits abgefahren. Und anstatt wütend zu sein, dass der Bus nun weg war, lies der Devotee es geschehen. Später hörte er dann, dass der Bus in einen schweren Unfall hineingeraten war. So konnte der Devotee froh sein, den Bus am Morgen nicht erreicht zu haben…Sri Swamiji in Seiner kurzen Rede teilte mit, dass Er Selbst zu Sri Sutturs Guru eine gute Beziehung gehabt hätte und auch den Guru des Gurus bereits als Kind kannte und auch etwas persönlichen Kontakt hatte… Alle Devotees sollten an den Sevas für das Brahmotsava (auch online) teilnehmen…

Vom 20. – 22. Mai wurde das Narasimha Jayanti Festival im Ashram und auch in ganz Indien gefeiert. Jeden Morgen ab 7 Uhr zelebrierte Sri Balaswami ein Narasimha Abhishekam mit nachfolgender Puja im Narasimha Tempel neben der Prayer Hall. Parallel fanden bereits die ersten Venkateshvara Tempel-Rituale statt. Sri Swamiji kam wie die folgenden Tage auch etwas später auf die Bühne neben dem Hanuman Tempel. Es waren am Morgen meistens Pandits neben Sri Swamiji auf der Bühne, um u.a. die Großartigkeit von Sri Venkateshvara zu preisen. Der erste Gelehrte sprach sogar in englischer Sprache. Anschließend wurde meistens Prasadam von Sri Swamiji an die vielen Sevakartas des Venkateshvara-Festes auf der gleichen Bühne ausgeteilt. An den Abenden der folgenden Tagen gab es verschiedene kleinere Konzerte von Musikern auf einer Venkateshvara-Bühne im Tempel oder auch in der Nada Mantapam.

Am 21. Mai gab es ab ca. 11.00 Uhr Homas in 108 kleineren transportablen Homapits, die rund um den Venkateshvara Tempel verteilt standen, je ein oder zwei Priester davor. Das verbreitete eine besonders heilige Atmosphäre. Als Sri Swamiji dort gerade hinzugekommen war, gab Er je einen Homastock in jedes Feuer. Er ging dabei von einem Homafeuer zum anderen. Das dauerte ziemlich lange wegen der vielen Feuer. Danach ging Er sehr zügig in den Venkateshvara Tempel, um kurz das dortige Idol zu verehren und kam wenige Minuten später bereits wieder heraus, um zu einem der erhöhten Homaplätze zu eilen. Er rannte fast dabei, Prasadi an Seiner Seite. Dabei schien Er etwas aufgebracht zu sein, wie es schien, war wohl irgend etwas nicht in dem zeitlichen Rahmen gewesen, wie Sri Swamiji es Sich gewünscht hätte…(Es war das einzige Mal während aller Ashram-Veranstaltungen im Monat Mai, dass man Sri Swamiji in einer solch angestrengten Verfassung sah). Gleich darauf kam Er zum kleinen Hanuman Idol auf dem Venkateshvara Tempel-Vorplatz. Er kam dann von dort zu einer Vorrichtung, in der ein kleines Venkateshvara Idol war und führte sehr kurz ein Abhishekam an ihm aus. Danach ging Er auf die Bühne neben dem Hanuman Tempel.

Am gleichen Abend gab es ein Tanzballet in der Nada Mantapam von Devotees aus Mysuru. Es war ein sehr sehenswertes Ereignis mit sehr eindrucksvollen Hintergrundszenen, vor denen die Tänzer ihre kunstvollen Tanzszenen vorführten. Thematisch war es die Umsetzung von Sri Swamijis Shatashloki Ramayana in Tanzbewegungen. Sri Swamiji segnete später die Künstler-Devotees mit Seiner Präsenz auf der Bühne. Und Er gab ihnen die Anweisung, ihr Tanzstück noch in diesem Jahr im Hyderabad Ashram aufzuführen, wo ein Auditorium mit ca. 10 000 Plätzen existiert. Wenn man bedenkt, dass Sri Swamiji beabsichtigt, Navaratri im Hyderabad Ashram zu feiern, können wir uns vielleicht denken, dass die Vorführung zum Navaratri-Fest dort stattfinden könnte.

Sri Swamiji kam jeden Morgen etwas später zum Venkateshvara Tempel. Über der großen Bühne neben dem Karya Siddhi Hanuman Tempel und auf dem Vorplatz war eine große Zeltkonstruktion aufgebaut worden, die diesen Bereich sicher vor den Regenschauern schützte, die hin und wieder Mysuru mit dem lang erwarteten Regenwasser segneten.

Am 22. Mai war Vollmond und der Haupttag des Narasimha-Festes im Ashram. Außer dem morgendlichen Abhishekam und Puja durch Sri Balaswami gab es am Abend ab ca. 19.00 Uhr ein letztes Mangala Arati im Narasimha Tempel durch Sri Swamiji. Dabei war der kleine Tempel fast völlig abgedunkelt worden und lediglich die von Sri Swamiji entzündeten Lichter spendeten etwas Licht, sodass wir die Rituale verfolgen konnten. Da direkt vor dem Narasimha Tempel nur relativ wenig Platz für die Devotees existiert, schauten die meisten Devotees in der Prayer Hall auf der Leinwand bei den Ritualen zu. Die Atmosphäre war wie die Jahre vorher als recht mystisch zu bezeichnen durch die Dunkelheit, Sri Swamijis sehr ruhigen und konzentrierten Rituale und die verhältnismäßig intensiv flackernden Lichter. Und danach gab Er auch noch Darshan-Gelegenheit am Darshan-Fenster in der Prayer Hall, was natürlich die Masse der dortigen Devotees gerne wahrnahm. Die anstehende Schlange war entsprechend sehr lang.

Am 23. Mai gab es Abhishekas mit 108 Wassertöpfen an allen Gottheiten im Datta Venkateshvara Tempel, die von Sri Swamiji ausgeführt wurden. Am Abend war ein Tepotsavam (Sri Swamiji führt im Sapta Rishi Sarovar Ritualbecken verschiedene Rituale an einem Venkateshvara Idol auf einem Schwanenboot aus, während dieses im Wasserbecken langsam umher kreist. Dabei spielte und sang Sri Swamijis Begleitgruppe mithilfe der Ashram-Bhajangruppe sehr stimmungsvolle Venkteshvara Bhajans.

Am 24. Mai zelebrierte Sri Swamiji zusammen mit Sri Balaswami noch vor 11 Uhr das Brahma Kalasha Abhishekam über den Tempelturmspitzen. Dabei wird geweihtes Wasser und später Blumen, Münzen etc. über die Tempelspitzen gegossen. Es ist wie ein Wiederaufladen der Energie des Gesamttempels. Gleich danach vollzog Sri Swamiji im Tempel ein Abhishekam an dem Venkateshvara Idol und ging dann zur Bühne neben dem Hanuman Tempel, um u.a. die Sevakartas des Tages zu segnen und Prasadam zu verteilen. Am Abend gab es Divya Namasankirtan mit Sri Swamiji in der Nada Mantapam, bei dem Sri Swamiji mehrfach brillierte mit Vibratomodulationen in der Stimme wie das die indischen Profi-Sänger oft tun. Er hatte eine unglaublich kraftvolle Stimme dabei und auch während der anderen Bhajans, die er sang – sagenhaft! Alle Devotees waren über alle Maßen begeistert darüber.

Zum diesjährigen Geburtstagsfest waren weniger Devotees aus Mitteleuropa in den Ashram gekommen: Aus der Schweiz 2 Devotees, aus Deutschland 1, aus Holland 4, aus Dänemark 1, aus Frankreich 3, aus UK 1, aus Kanada 2, aus Malaysia 2, aus Japan 1, aus den USA lediglich ca. 50 – 55 (Sri Swamiji wird in Kürze in den USA für 2 Monate touren) und noch einige aus Australien, Neuseeland und dem Nahen Osten. Insgesamt waren es um die 100 Angels und NRI. Dafür, dass Sri Swamiji vorhat dieses Jahr noch viel ins Ausland zu reisen, waren das noch relativ viele Devotees.

Am 25. Mai war neben der Venkateshvara Jubileumsfeier auch der Beginn von Sri Swamijis 82. Geburtstagsfeier in der Nada Mantapam. Das Geburtstagsfest war u.a. wegen dem wichtigen Tempeljubileums des Datta Venkateshvara Tempels auf 2 Tage verkürzt worden. Es gab keine Gnana Bodha Sabha Konferenz aller Ashrams und ausländischen Zentren und DYCs. Diese soll angeblich um das kommende Ganapathi Chaturti-Fest im September stattfinden. Zunächst wurde ein längeres Rama-Sita-Kalyanam auf der Bühne von einigen Priestern zelebriert. Anschließend wurde wie jedes Jahr viele Rollstuehle, Sitze etc. für behinderte Kinder etc. verschenkt. Die Rollstühle und Sitze etc. wurden in die Nada Mantapam gebracht und die Kinder, die diese erhielten, setzten sich bereits hinein. Sri Swamiji ging durch die Reihen und schaute sich die Gerätschaften und auch behinderten Kinder an. Es waren auch einige moslemische Kinder unter den Nutznießern. Dann verkündete Prasadi, dass Dattapeetham mehrere Tempel in der letzten Zeit erbauen ließ. Zwei davon in Mysuru Feger-Kolonie (Sweeper colony) und einer in Malavalli, einem größeren Dorf ca. 50 km von Mysuru entfernt. Die Trustees und Unterstützer der neuen Tempel waren gekommen, um Sri Swamiji zum Geburtsag zu gratulieren und Seinen Segen für ihre Arbeit rund um die Tempel zu erhalten. Weiterhin haben Devotees aus Vishakapatnam sich bemüht, ein Dattapeetham-Center in Omkareshvara, wo sich einer der 12 Jyotilingams am heiligen Narmada Fluss befindet, zu finden und waren schließlich erfolgreich bei ihrer Suche. Wir können dann in absehbarer Zeit auch einen kleinen Tempel bzw. Ashram direkt in Omkareshvara nahe bei dem Jyotilingam besuchen. Sri Swamiji wird vermutlich bald Selbst dorthin fahren, ggfs. auch mit Devotees.

Am gleichen Abend gab es ein Gesangsduett von den Trichur Brüdern, die mit einer Begleitgruppe auf die Bühne kamen. Die Musik wurde vom Publikum regelrecht gefeiert. Die Trichur Brüder würden am nächsten Tag die Auszeichnung des Chaitanya Archana erhalten.

Am 26. Mai, dem 82. Geburtstag Sri Swamijis nach dem Gregorianischen Kalender, fand nach der morgendlichen Sri Chakra Puja die öffentliche Pratyaksha Pada Puja Sri Balaswamis zu Sri Swamijis Füßen statt. Die Pada Puja verschob sich zeitlich etwas nach hinten, da Sri Swamiji zunächst im Devi Tempel und auch im Hari Sannidhi Tempel war, die Kühe dort noch fütterte und eine Homa zelebrierte. Er hatte einen goldenen Sari an. Erst dann kam Er in einer Prozession, in einer mit Blumen dekorierten Sänfte sitzend in die Nada Mantapam. Diese wurde von speziellen Seva-Leuten auf dicken Stangen getragen. Sri Swamiji umrundete die Nada Mantapam mehr als 1 X und entstieg erst dann der Sänfte, um in die Nada Mantapam einzutreten. Bevor Sri Swamiji den Goldenen Thron besteigt, verehrt Er jedes Mal rituell den Thron selbst mit einem Arati. Das ist sicherlich u.a. ein Zeichen dafür, wie besonders dieser Thron doch ist. Sri Balaswami zelebrierte die einzelnen Ritualschritte, während Ashrampriester Vamshi Krishna Ganapathi mit fast allen Ashram-Priestern und älteren Priesterschülern auf der Nada Mantapam-Bühne sitzend die Pada Puja-Mantren chantete. In sehr liebevoller und hingebungsvoller Weise widmete sich Sri Balaswami intensiv jedem einzelenen der Verehrungsschritte wie die Waschung und Dekorierung von Sri Swamijis Füßen, das Offerieren von verschiedenen Dekorationen an Seinem Körper etc. Sri Swamiji war anfangs etwas ernster und lockerte während der Puja etwas auf. Während des Namavalli der 108 Namen wurden Sri Dattatreyas Namen statt Sri Swamijis von den Priestern gechantet. Sri Swamiji chantete währenddessen Selbst die Namen lautlos mit, wie man an Seinen Lippenbewegungen sehen konnte. Gleich danach kam die Überreichung der großen Diamantenkrone an Sri Swamiji, die Er zum ersten Mal zum Goldenen Jubileum Seines 50. Geburtstags aufgesetzt hatte und seitdem jedes Jahr einmal während Seiner Geburtstagsfeierlichkeiten. Es ist für Sri Swamiji nicht ganz einfach, diese Sich auf den Kopf zu setzen, da die Krone etwas schmal hoch aufragt und nicht so leicht auf Seiner Kopfmitte auszubalancieren ist. Sri Balaswami zelebrierte währenddessen das Mangala Arati an Sri Swamiji und hielt die Flamme zur Segnung allen Devotees hin. Das war der eigentliche Abschluss der Pada Puja. Nun konnten die ersten Devotees zu Sri Swamiji kommen und Blumen zu seinen Füßen geben. Sri Balaswami machte den Anfang , danach Prasadi, dann Herr Ayyapan aus Singapur, Herr Venkata Kuppa Krishnamurthy und dann die anderen älteren Brahmanen/Priester kamen mit Blumenblüten zu Seinem Thron. Und erst dann folgten verschiedene VIPs und wichtige Gruppierungen aus Mysuru und andern Orten und die jüngeren Priester. Zwischendurch setzte Sri Swamiji Seine Krone wieder ab und wandte Sich dann intensiver den VIPs zu, die zu Ihm kamen. Danach rief Ashram-Priester Sri Vamshi die Devotees auf die Bühne, die die Chaitanya Archana-Auszeichnung erhalten sollten wie dies jedes Jahr zu Sri Swamijis Geburtstag geschieht. Die Verleihung der Auszeichnungen durch Sri Swamiji ging nur relativ kurz. Vamshi moderierte die Veranstaltung. Es wurde auch eine neue CD von Sri Swamiji veröffentlicht mit 15 brandneuen Sri Rama Bhajans (Titel: Rama Smaranam). Sri Swamijis Violinist, Jaytra Varanasi) hatte die Musikinstrumente und Musik zusammengestellt und die Aufnahmen im Tonstudio produziert. Es wurden einige davon direkt in die Nada Mantapam eingespielt. Sri Swamijis Stimme klingt darauf recht kräftig. Später konnte Shabari aus der Schweiz das Shata Shloki Ramayana-Büchlein überreichen, das sie selbst vom Sanskrit in die deutsche Sprache Wort für Wort übersetzt hatte. Es wird dann auch für uns anderen Devotees erhältlich sein. Es wurde noch ein besonderer Umhang aus Kashmir von einem Muslim handgewebt überreicht. Es stellte wie ein exquisites Gemälde Sri Krishna mit Srimati Radha dar umgeben von unglaublichen vielen Einzelheiten aus der Natur, ein wahres Wunderwerk! Sri Swamiji zog es sofort auf der Bühne über und präsentierte sich mit geöffneten Armen den Devotees, sodass man das Kunstwerk mit Sri Swamiji in seiner ganzen Pracht sehen konnte. Die Devotees waren begeistert und klatschten und pfiffen laut! Auch kamen einige der leitenden Polizeioffiziere zu Sri Swamiji für Seinen Darshan und Segen. Es kamen noch viele andere besondere Gruppen, die hier nicht alle aufgeführt werden können. Danach gab es eine kürzere Pause, wo Sri Swamiji kurz die Halle verließ, und mit Seiner Rückkehr konnten nun alle anderen Devotees zu Ihm kommen und Geburtstaggeschenke überreichen und Seine angerichteten Padukas berühren. Später reihten wir Angels aus verschiedenen Ländern unter der Leitung von Shabari in die lange Schlange ein und überreichten Ihm Hanuman Chalisa-Aufnahmen. Diese waren von Devotees aus verschiedenen Ländern in den letzten Monaten aufgenommen worden. Sri Swamiji schien darüber erfreut zu sein. Er saß bis ca. 16.30 Uhr auf Seinem Thron in der Nada Mantapam, um den vielen Leuten Darshan zu geben, die zu Ihm kommen wollten. Und Er schien nicht müde zu sein oder irgendwie unpässlich etc. Er sprach fast fortwährend mit den Leuten, die gerade vor Ihm standen… Am gleichen Abend ging es im Datta Venkateshvara Tempel weiter mit einem Ganapathi Vratam am Ganapathi Tempel dort.

Am 27. Mai waren am Morgen nach der Sri Chakra Puja 2 hohe Swamis in die Prayer Hall gekommen in die Präsenz von Sri Swamiji und Sri Balaswami während die Devotees längere Zeit Verse von der Bhagavad Gita chanteten. Sie nahmen Platz mit Sri Balaswami auf einer kleinen Erhöhung auf besonderen Stühlen, während Sri Swamiji direkt vor dem Datta Tempel saß. Einer von ihnen kam von einem Shankaracharya Ashram und hielt später eine längere Rede, sowie auch der andere, Sri Vidya Shirsha Teertha Swami. Sri Vidya Shirsha Teertha Swami hatte von 1992 – 1997 seine Ausbildung zum Priester in unserem Ashram erhalten. Nachdem er seine Studienzeit in unserem Ashram abgeschlossen hatte, ging er in den anderen Ashram, wo das dortige Ashram-Oberhaupt ihn für seine Nachfolge bestimmte. Er fühlte sich zunächst dem nicht gewachsen, doch der alte Swami dort trainierte ihn entsprechend, dass er schließlich die Nachfolge antreten konnte. Er erinnert sich noch sehr gerne an unseren Ashram und pflegt gute Kontakte hierhin. Das Ereignis wurde auf Facebook ausgestrahlt. Ashrampriester Sri Vamshi moderierte die Zusammenkunft. Es wurde nur in Kannada gesprochen, jedoch lieferte Archana aus den USA die Übersetzung der wichtigesten Redebeiträge aller Swamis. Als Sri Swamiji seine Rede hielt, war Seine Stimme war etwas belegt, vermutlich von dem vielen Sprechen der letzten Tage. Er verabschiedete sich deshalb während Seiner Rede und versicherte, dass Er unsichtbar weiterhin präsent wäre in der Prayer Hall. Am Abend gab es noch eine Prozession im Zusammenhang mit dem Venkateshvara Brahmotsavam.

Am 28. Mai war das Hauptprogramm am Morgen das Chakra Snanam an den Utsava Idolen der heiligen Familie (Sri Rama, Srimati Seeta, Sri Lakshmana und Sri Hanuman)im Sapta Rishi Sarovar in der Präsenz von Sri Balaswami. Das war ein Panchamrita Abhishekam an den Idolen und und späteres Eintauchen der Gottheiten in das Wasser des Ritualbeckens. Sri Balaswami und die Priester waren dazu selbst bis zur Brust ins Wasser gegangen, um die Idole im Becken einzutauchen. Sri Swamiji Selbst war nach dem Monat ununterbrochener Ereignisse, die Ihn jeden Tag besonders forderten, krank geworden und konnte nicht kommen. Am gleichen Morgen schlossen die Brahmotsavam/Rituale des Silbernen Tempeljubileums ab.

Am nächsten Morgen startete die Sri Chakra Puja relativ spät, während Saraswati aus Holland eingänge Bhajans sang mit der Begleitung von Ashrammusikern. Sri Balaswami hatte an dem Tag seinen 20. Jahrestag seiner Sannyasa Diksha. Er hielt dazu eine kleine besondere Rede, die auf Facebook angeschaut/gehört werden kann mit der englischen Übersetzung.

Damit endete die sehr lange Festzeit, die fast einen ganzen Monat angedauert hatte, in der es unglaublich viele kleine und größere Feste und Ereignisse gab, die teilweise auch parallel nebeneinander liefen. Für Ashrambesucher, die solche Festzeiten mögen, ist es eine sehr intensive und gesegnete Zeit. Es gibt sicherlich keine Zeit im Jahr, wo so lange Festatmosphäre im Ashram herrscht wie zu den Geburtstagsfeierlichkeiten von Sri Swamiji.

Hier noch genauere Informationen zu dem neu geplanten Ashramgebäude, das ebenfalls für Ashramunterkünfte dienen soll. Man kann eine solche Woheinheit sponsorn und erhält damit die Möglichkeit, diese Unterkunft immer dann zu benutzen, wenn man zum Ashram kommt. Gleichzeitig eröffnet man damit dem Ashram die Möglichkeit, anderen Devotees guten Wohnraum während und auch außerhalb der Feste anbieten zu können. Allerdings ist man als Sponsor dann nicht der Besitzer der Unterkunft, der Ashram behält alle legalen Rechte an den Wohneinheiten.

Das Gebäude soll hinter der Arka Ganapathi Kuteera gebaut werden, mit vermutlich etwas über 1 Jahr Bauzeit.

Zahl der geplanten Räume: 131

Wohneinheittypen:

  • Wohneinheit Typ A: 21,28 qm – Anzahl: 42
  • Wohneinheit Typ B: 27,36 qm – Anzahl: 12
  • Wohneinheit Typ C: 31,36 qm – Anzahl: 72
  • Wohneinheit Typ C: 52,64 qm – Anzahl: 5

Die Preise sind noch nicht (genau) bekannt. Man kann sich als Interessent/in bei unserem neuen Ashram Manager (Mr. Raju Subramanyam) melden und dort auch weitere Informationen erhalten: manager@dattapeetham.com.

Hier nun 2 Fotos von dem Modell des geplanten Gebäudes:

Sri Guru Datta – Pingala