Wissen2020-09-07T18:42:40+02:00
Reden in Mysore 27./28. April 2024

Reden von Sri Swamiji in Mysore vom 27./28.04.2024

Sri Swamiji spricht über Wahrheit, Opferbereitschaft und Wachstum

Sri Swamijis Rede am 27.4.2024 in Mysore, nach Seiner Rückkehr aus Holland


Sri Swamiji fragt das indische Publikum, wer Kannada sprechen würde, und fordert alle auf, Kannada zu lernen.


Es ist gut für euch, eine Sprache zu lernen. Lernt auch schwimmen, das ist auch gut für euch. Außer Englisch und der Muttersprache sollt ihr wenigstens eine weitere Sprache lernen. Lernt eine freundliche Sprache, die eurer Muttersprache nahe ist. Lernt auch schwimmen. Wenn ihr schwimmen geht, seid ihr gesund und werdet 100 Jahre alt. Die Reichen brauchen nicht schwimmen zu lernen, sie haben viel Geld, das sie in Krankenhäusern ausgeben können. Alle anderen können schwimmen lernen. Dann gebt ihr weniger aus für Medikamente, und ihr lebt länger.


Die Schweiz ist ein sehr schönes Land in Europa. Holland und Dänemark sind auch schön. Es ist sehr schwierig, in solch einem schönen Land zu leben, weil alles sehr teuer ist. Wir haben Devotees dort, auch in Deutschland, Holland, Dänemark, Belgien und so weiter. Jemand fragte mich während meiner Reise, warum ich dort nicht ein Zentrum aufbaue, während ich in so vielen anderen Ländern Zentren habe. Swamiji antwortete: Das Land ist so schön, daß ich es nicht mehr verlassen würde, wenn ich dort ein Zentrum hätte. Die Schweiz ist unglaublich schön, man erlebt dort alle sechs Jahreszeiten. Der nächste schöne Ort ist Hawaii. Dort habe ich auch kein Zentrum. Wenn ich an diesen Orten Zentren hätte, käme ich nicht mehr zurück nach Indien, weil diese Orte wie der Himmel sind. Aber sie sind sehr teuer.


In London haben wir ein Zentrum für ganz Europa. Wir sind vor ein paar Jahren an einen größeren Ort umgezogen und haben auch einen Tempel gebaut. Alle Europäer können mit dem Zug nach London kommen. England ist ein gutes Land, aber es ist kalt dort, und es ist auch teuer. Außerdem haben die Europäer nicht dieselbe Fürsorge und Liebe für einen Tempel oder für ein Zentrum wie die Inder. Ihre Hingabe ist weniger beständig.


Dennoch haben wir viele Programme in Europa, wie die Mauna Seminare zum Beispiel. Diese Programme haben wir in Amerika nicht durchgeführt. Wenn viel Interesse von Seiten der Devotees vorhanden ist, dann errichten wir ein Zentrum. Wir bauen Ashrams, wenn ein starker Wunsch für Guru Sannidhi (Nähe des Gurus) vorhanden ist und wenn es die Hingabe, den Glauben und die Freundschaft stärkt. Warum gleich einen Ashram? Oft reicht ein kleiner Tempel. Wir errichten sie, damit die Devotees kommen können, um ihre Sorgen zu vergessen.


Es gibt immer irgendeine Sorge in der Familie, sei es wegen Geld, Gesundheit, wegen des beschränkten Lebensraums mit kleinen Fenstern und so weiter. Wenn ihr die Türen öffnet, kommen die Straßenhunde herein. Ihr habt Wasser- und Elektrizitätseinschränkungen. Ihr sitzt alle zusammen in demselben engen Raum, der Fernseher funktioniert nicht gut, ihr knabbert Snacks, das heiße Wasser zum Duschen ist limitiert und so weiter. (Sri Swamiji bezieht sich auf die Verhältnisse in Indien). Wegen dieser Zustände geht ihr nach draußen, ihr geht in Gurus Ashram, wo ihr so viel Platz habt, vor Gott sitzen, die Bhagavad Gita rezitieren und zeitig essen könnt. Dort findet ihr Seelenfrieden. Nach einiger Zeit müsst ihr zu eurem stickigen Zuhause zurückkehren, es ist eure Pflicht. Ihr findet dieselben alten Matratzen und Decken vor. Und am Morgen wacht ihr wieder auf und esst Idlis und Dosas wie gewohnt. Wenn ihr mehr essen wollt, gibt es Streit. Es gibt soviele verschiedene Arten von Zuhause. Jeder sitzt auf dem Sofa und knabbert knusprige Snacks oder Pizza oder Pani Puri (Snack aus Kartoffeln, Zwiebeln, Kichererbsen....). Das Haus riecht nach Zwiebeln und Knoblauch, und dann geht ihr alle schlafen. So geht es bei euch zuhause zu. Aber im Ashram seid ihr frei, ihr könnt andere Leute treffen, ihr könnt Bhajans singen und so weiter.
Sollen wir ein paar Bhajans singen? Die Europäer haben die Bhajans auch sehr gerne.

ID 7969 Ganapati Devani Trigunaatitanu
ID 119 Datta Mamma Taayi Tande
ID 8470 Hrdayaayodhyaa-ravi Raamaa
ID 1044 Aruna Kirana Teja Maaruti
ID 228 Paalaya Maamiha Sadguru Datta


Übersetzung ins Deutsche von Sridevi basierend auf der Übersetzung Tejas, der jeweils bei den Live-Übertragungen im Kommentar simultan ins Englische übersetzt. Kurze Erläuterungen sind in Klammern.


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Sri Swamijis Rede am 28.4.2024 in Mysore

Ihr müsst immer die Wahrheit sagen. In dieser Welt seid ihr manchmal dazu gezwungen, ein bisschen zu lügen. Wenn ihr auf diese Art lügt, erreicht euch die Kraft der Wahrheit nicht.


Tyaga (Opfer) und Dana (Wohltaten) bringen einen guten Ruf. Beide Begriffe bedeuten, dass ihr anderen etwas gebt. Ich habe früher schon viele Geschichten zu diesem Thema erzählt. Wenn ihr einen Teil von euren Besitztümern weggebt, ist es eine Wohltat, wenn ihr alle eure Besitztümer weggebt, bringt ihr ein Opfer. Wenn ihr ein Opfer bringt, habt ihr keine Erwartung an ein Ergebnis oder erwartet nicht etwas zurückzubekommen. Wenn ihr wohltätig seid, erwartet ihr etwas zurück. Wenn ihr Opferbereitschaft entwickelt, überlaßt ihr es Gott, euch zu geben, was Er geben will. Opferbereitschaft bringt andauernden guten Ruf, während Wohltaten vorübergehenden Ruhm bringen. Mit Opferbereitschaft werden alle eure Wünsche erfüllt. Das sagen die Upanishaden.


Mit ständiger Übung erreichen wir Jnana Siddhi, die Fähigkeit, alles Wissen zu erlangen. Das ist nicht zur Demonstration, sondern für unser Wissen. Wir müssen so oft wiedergeboren werden,
bis wir von all den Sünden aus so vielen Geburten erlöst sind. Selbst wenn wir eine Geburt mit gutem Ruhm und Prestige haben, müssen wir noch oft wieder auf die Erde kommen.


Das Mantra des Gurus ist nicht für Ruhm oder Reichtum. Es ist für euer Wachstum. Zusammen mit Wissen, ständiger Übung und Meditation erreicht ihr die Fähigkeit, alles Wissen zu erlangen. Jeden Tag müsst ihr meditieren. Stellt euch beim Einatmen vor, dass ihr das Universum einatmet, und beim Ausatmen, daß ihr im Universum umherschwebt. Wenn ihr dauernd auf diese Art meditiert, tut ihr Buße. Es ist keine Buße, wenn ihr mit einem Stab, einem Wassergefäß oder einem Rosenkranz dasitzt.


Ihr müsst Bücher lesen. Wer nicht liest, kann kein Wissen erlangen. Mit dem Telefon haltet ihr den Kopf nach unten, wenn ihr ein Buch lest, streckt ihr das Kinn nach oben. Wer Bücher
liest, kann den Kopf hoch halten. Das Telefon garantiert, daß ihr den Kopf immer senkt. Wenn ihr zur Schule oder Hochschule geht, lest ihr natürlich, aber das zählt nicht. Wenn ihr viele Bücher lest, erlangt ihr Wissen. Und eure Augen sehen gut. Nutzt eure Augen, um gute Bücher zu lesen. Auch mit Brille könnt ihr Bücher lesen. Wenn ihr nicht mehr lesen könnt, hört euch Hörbücher an.


Es ist auch wichtig, die heiligen Namen zu rezitieren, Japa zu machen. Mit Lesen und Japa werdet ihr intelligenter. Wer Agni Karya (Verehrung des Feuergottes) durchführt, hat mehr intellektuelle Kraft. Der Gott des Feuers gibt einen guten Intellekt. All unsere Handlungen sind das Ergebnis unseres Karmas. Der Geist der Sünder tendiert immer zu bösen Handlungen. Wer in vergangenen Leben schlecht gehandelt hat, wird es wieder tun wollen. Wenn der Sünder als ein Löwe wiedergeboren wird, frißt er andere Tiere und begeht weiterhin schlechte Taten. Aber manchmal erinnern sich die Tiere an vergangene Leben und hungern sich lieber zu Tote anstatt ein anderes Tier zu fressen. Das ist äußerst selten, weil Tiere sich kaum an ihre vergangenen Leben erinnern.


Swamiji bezieht sich auf die Pandavas, die
im Mahabharata als diejenigen beschrieben werden, die dem Dharma folgen: Dharmaraja war der ältere Bruder von Bhima und Arjuna und der Cousin von Krishna. Eines der sieben Laster ist das Würfelspiel. (Die Pandavas haben im Spiel gegen die Kauravas alles verloren). König Parikshit, der Enkelsohn von Arjuna, gab Kali, einem Dämonen, Zuflucht und sagte, er könne dort leben, wo gewürfelt, wo gelogen werde, wo Gold vorhanden sei und so weiter. Deshalb lebt Kali in Gold. Viele Leute haben einen starken Wunsch nach Gold. Wer wird es ablehnen, wenn ihr ein Gramm Gold anbietet? Das Würfelspiel ist ein gefährliches Laster. Dharmaraja wußte, daß die Leute um ihn herum (die Kauravas) ihn absichtlich in das Würfelspiel hineinzogen. Er hat all seinen Reichtum, seine Fahrzeuge, seine Brüder und vieles mehr in dem Spiel verloren. Schließlich verlor er auch Draupadi Devi (die Frau der 5 Pandavas) in dem Spiel. Das ist alles das Ergebnis von Karma. Deshalb folgt Buddhi, der Intellekt, dem Karma. Deshalb müssen wir beten, daß der Intellekt den Belehrungen Gottes folgt. Gebt dem Intellekt gute Gedanken, gute Buße, gutes Japa, gute Worte, dann verringern sich die Sünden des Intellekts.


Manche Leute mögen keine Bhajans, keinen Satsang (Zusammensein
im Sinne des Guten). Sie wollen nur herum sitzen und essen. Sie wollen nichts tun. Ihr habt Mitleid mit ihnen. Wenn ihr versucht, sie zu beraten, geben sie euch Ratschläge. Deshalb lasst sie einfach in Ruhe und sagt ihnen, sie seien besser dran als ihr. Ihr könnt zum Ashram gehen, Dienst tun, lesen und so weiter, lasst sie auf dem Sofa sitzen, Kaffee trinken und fernsehen.


ID 8434 Naagashayana naaraayana

ID 1280 Gaavo Aarati Vishveshvar Shiv ki


Übersetzung ins Deutsche von Sridevi basierend auf der Übersetzung Archanas, die jeweils bei den Live-Übertragungen im Kommentar simultan ins Englische übersetzt. Kurze Erläuterungen sind in Klammern.



 

 

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